Wenn der Markt, der Kampfplatz des Privateigentums, ungestört toben kann, enteignet er massenhaft Privateigentümer. ("Ein Kapitalist schlägt viele tot", sagte schon Marx.) Zur Zeit trifft es manchmal die Falschen. Auch die Super-Super-Reichen müssen einige Milliarden lassen, z. B. die Deutsche Bank als Gläubiger der Hypo Real Estate.
Aber da gibt es ja noch den Staat. Er macht extra ein
Enteignungsgesetz, zur "Rettungsübernahme". Damit noch der Letzte merkt, daß es nicht um eine Vergesellschaftung der Privatgüter geht, sondern um ihren Schutz vor der restlosen Vaporisierung, ist das Gesetz auf ein halbes Jahr befristet. Verstaatlichung als Provisorium zur Überbrückung verlustreicher Privatakrobatik.
Die Finessen moderner Profitgenerierung liegen nicht unbedingt auf der Hand.
Schlecht für's einfache Denken.
Oder doch nicht?
Würde es nur richtig vereinfachen...
Dieselben Rechtsverdreher, die das Hypo Real Gesetz erfanden, haben auch den Toll-Collect-Vertrag aufgesetzt, der die Allgemeinheit Milliarden kostete.
Würde das einfache Denken erfahren, daß dieser Vertrag 17.000 Seiten hat, hätte es sogleich und ohne eine Zeile zu lesen den vollen Durchblick: So, genauso, funktioniert Betrug.