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Montag, 24. November 2008

Vortrag von Richard Gage, AE911truth, in der Urania, Berlin

Letzten Freitag hörte ich den Vortrag des Aktivisten von „Architects & Engineers for 9/11 truth“ (AE911truth.org). Von der Veranstaltung finden sich mehrere Berichte im Internet, hier, hier und hier.

Vortrag Gage

Die Veranstaltung war gut besucht, 250 bis 300 Teilnehmer mögen es gewesen sein. Trotzdem bleibt es eine Tatsache, daß dieses Thema ein Nischendasein fristet.
Ich glaube nicht, daß die Masse der Menschen von der 9/11-Wahrheitsbewegung noch nie gehört hat. Sehr vielen Menschen sind zumindest einige der Argumente bekannt, mit denen die offizielle Version angezweifelt wird.
Viele Menschen ignorieren die Zweifel, weil sie ahnen, daß die Wahrheit fundamentale Auswirkungen auf ihr persönliches Lebenskonzept hätte.
Ich vermute also, daß es weniger die Schwäche der Sachargumente der Wahrheitsbewegung ist, die ihren Erfolg begrenzt, als viel mehr, daß sie allzu grundsätzliche Interessen in Frage stellt.

Damit ist natürlich nicht gesagt, daß die Sachanalyse von 9/11 überflüssig wäre. Im Gegenteil. Gages Vortrag aus der Sicht des Bau-Ingenieurs und Statikers brachte eine solche Dichte von Fakten, darunter auch wenig bekannten, und logischen Schlüssen, daß die Hypothese, es habe sich um eine kontrollierte Sprengung der drei WTC-Gebäude gehandelt, dem mitdenkenden Zuhörer zur Gewißheit wurde. Ein Auftreten übrigens ohne den Anspruch, alle offene Fragen zu beantworten aber mit der unabweisbaren Forderung nach einer neuen, umfassenden Untersuchung.

Gages Vortrag machte auch deutlich, welche mühevolle Arbeit es kostet, der Komplexität der Vorgänge gerecht zu werden.
Eine Schwäche z. B. besteht in der noch ungenügenden Analyse aus physikalischer Sicht. Noch niemand hat geprüft, ob die bekannten Energie-Inputs (die Bewegungsenergie der Flugzeuge, die Energie des Kerosins, die Lageenergie der Gebäude) überhaupt ausreichen konnte, die eingetretenen Zerstörungen (bis hin zur buchstäblichen Pulverisierung von tausenden Tonnen Beton) zu verursachen.

Deutlich machte auch dieser Abend: Es sind Menschen, erfreulich viele junge darunter, die die Wahrheit gegen alle Widerstände ans Licht zerren. Es sind Menschen, die angesichts des vom Baum fallenden Apfels das Mantra nicht ertragen können, es sei ein Blitz vom Himmel gefahren.
Ich hoffe, daß die sich ausprägende Wirtschaftskrise in anderer Weise die Notwendigkeit hervorbringt, die gesellschaftlichen Kollisionen neu zu begreifen und schließlich verschiedene Wahrheitsbewegungen sich gegenseitig so verstärken, daß sie politisch machtvoll werden.

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