Ein "hochklassiger, sehr erfahrener" Referent formulierte diese Weisheit im Rahmen einer strategischen Arbeit der BAKS zur Energiesicherheit bis 2050. BAKS, das ist die Bundesakademie für Sicherheitspolitik.
Er mahnte, "den letzten Schritt zur Normalisierung" der Bundesrepublik zu gehen: Internationale Interessendurchsetzung "bei einsatzbereitem vollem Instrumentarium einer souveränen Nation" - im Klartext: die globale Kriegsfähigkeit.
Quelle hier.
Die Studie "Energiesicherheit 2050 - eine ressortübergreifende Herausforderung -" ist als pdf-Datei hier zu finden.
Zufällig lief mir diese Meldung heute über den Weg, am 64. Jahrestag der Befreiung von Paris nach der ebenso ruhmlosen wie vernünftigen Kapitulation des deutschen Generals Dietrich von Choltitz.
"Walter Benjamin hat in seinem Fragment »Kapitalismus als Religion« (1921) die Marxschen Religionsanalogien beim Wort genommen und betont, daß der Kapitalismus nicht nur religiös bedingt sei, wie Max Weber in der »Protestantischen Ethik« meinte, sondern selbst eine »Kultreligion« ohne spezielle Dogmatik und Theologie, ein permanenter, sich gnaden- und trostlos vollziehender Kult, der nicht entsühnt, sondern universell »verschuldet« (Benjamin, S. 100)."
Zugegeben, das ist nicht gerade ein handlicher Merksatz. Aber doch ein Kernsatz in Jan Rehmanns Artikel "Kritik des Jammertals" in der "jungen Welt" von heute, in dem es um eine "ideologietheoretische Aktualisierung marxistischer Religionskritik" geht. Und in dem ich zugleich Hinweise finde, wie der von mir erst gestern beklagten "Gummizellenqualität" der Herrschaftsmedien begegnet werden kann.