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Dienstag, 29. Juli 2008

Junge Araber, die in Jerusalem mit Bulldozern arbeiteten,...

haben in den letzten Tagen dramatische Ereignisse ausgelöst.

Es waren keinen Selbstmordattentate, wie sie uns "Menschen von heute" gleichsam vertraut sind.
Dies waren Ereignisse einer neuen Qualität.
Natürlich untersuchen die Konzernmedien nicht, was da geschehen ist.
Und auch die von ihnen täglich ruhig Gestellten fragen nichts.

Dem wachen Uri Avnery waren diese Ereignisse eine nachdenkliche Betrachtung wert:
"Die Angreifer waren gewöhnliche junge Männer, nicht besonders religiös. Anscheinend war keiner von ihnen Mitglied in einer Organisation. Offensichtlich steht ein junger Mann morgens auf und entschließt sich, dass er nun genug hat und ganz alleine einen Angriff ausführen wird mit dem Instrument, das ihm zur Verfügung steht – einer Pistole, die er von seinem eigenen Geld gekauft hat, wie beim ersten Fall, oder einem Bulldozer, den er bei der Arbeit fährt, wie in den beiden andern Fällen.

Wenn dies tatsächlich der Fall ist, stellt sich eine Frage wie von selbst: warum wurde dies von Jerusalemern getan? Erstens, weil sie die Möglichkeit haben. Jemand, der mit einem Bulldozer auf einer Baustelle in West-Jerusalem arbeitet, kann gerade Mal mit dem nächsten Bus in der nächsten Straße zusammenstoßen. Der Fahrer eines schweren LKW kann Leute überfahren. Es ist verhältnismäßig leicht, mit einer Pistole einen Angriff durchzuführen, wie vor kurzem am Löwentor. Die Täter konnten entkommen. Kein Geheimdienst kann so etwas verhindern, wenn die Angreifer keine Partner haben und keine Mitglieder einer Organisation sind."


Der ganze Beitrag von Uri Avnery, der so anfängt:

„Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte,

Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben Wenn ich deiner nicht gedenke,

Wenn ich nicht Jerusalem meine höchste Freude sein lasse!“ (Psalm 137,5)

ist hier zu finden.

Nachtrag:
Natürlich gibt es Blogs, die sich mit diesen Ereignissen beschäftigen, z. B. hier ein israelisches.
Die Kommentierenden sind sich meist einig, daß wieder mal ein Palästinenser ("Pali") mordend "durchgedreht" ist. Bald wisse niemand mehr, ob nicht ein Araber vom “plötzlicher Jihad”-Syndrom befallen ist.
Dann habe mensch schnell schießenden Zivilisten oder Polizisten zu danken.

Lumix Festival - "Villa Germania" von Verena Brandt

Verena Brandt, geboren 1978 in Hamburg, hat u.a. bei Ute Mahler studiert und lebt in Berlin.
Ihre Reportage von der deutschen Exklave in Pattaya an der thailändischen Ostküste prägte sich ein.
Verena Brandt 1

Das ist die rücksichtslose, dennoch nicht denunzierende, soziologisch-psychologisch genaue Studie eines Paradieses manch deutschen Pensionärs. Die Fotografin verzichtet auf Kunstgriffe oder Beiwerk, um "interessant" zu sein. Sie vetraut den Bewohnern des Paradieses, die nichts verbergen wollen und dem Auge ihrer Kamera.
Offenkundig ist es nicht ihre Sache, die Situation zur Eindeutigkeit zu vereinfachen, vielmehr möchte sie vorurteilslos alle Facetten aufzeigen.

In mir, dem aufmerksam gewordenen Betrachter, streiten sich Gefühle lebhafter Ablehnung, wenn ich herrisches Besitzerverhalten zu erkennen glaube mit einer Art von Trauer beim Anblick der immer wieder vergeblichen Jagd nach dem Glück.

Verena Brandt 2


Verena Brandt 3


Verena Brandt 4


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Mancher ist für immer hierher gezogen, hat sich von seiner allzu selbständigen deutschen Frau scheiden lassen und lebt nun schon seit einem Jahr im Glück mit seiner thailändischen Gefährtin.
Verena Brandt 6


Erfüllt sich so der Wunsch nach dem ewigen Sommer, der ewigen Jugend, dem unerschöpflichen Genuß,...
Verena Brandt 7


im Deutschen Haus am Ende der Welt?
Verena Brandt 8


Bildquellen, soweit über meine Bildnotizen von der Lumix-Ausstellung hinausgehend:
Hier.
Hier weitere Reportagen von Verena Brandt.

Selber schmecken

Ich tue immer entrahmte Milch, 1,5% Fett, in den Kaffee. Wegen der Kalorien (die jetzt Joule heißen). Meine liebe Frau nimmt Kondensmilch, 4% Fett.
Kürzlich habe ich unsere Tassen verwechselt und in ihre Tasse mit der Kondensmilch noch zusätzlich meine Milch hinein getan. Großes Malheur?
Oder vielleicht probier ich's mal und entdecke den ultimativen Kaffeegenuss?

Alle Gartenpäpste erklären, daß du keine Bohnen auf ein Beet sähen sollst, auf dem vorher Erbsen standen. Ich wollte aber Buschbohnen, und es war nur das Erbsenbeet frei geworden. Ausweglos?
Ich dachte: Keine Regel ist so eisern... und hab's einfach gewagt.
Und jetzt wachsen, prächtig wie nie, die jungen Buschbohnen heran.

Meine manchmal kluge Tageszeitung schreibt über den berühmten Dsiga Wertow. Ich lerne: Ein sowjetischer avantgardistischer Regisseur, der Dinge gemacht hat (kühne Perspektiven, schnelle Schnittfolgen), die noch heute absolut modern wirken. Er wurde natürlich von den Stalinisten an die Wand gedrückt.
Wir haben uns seinen Film „Der Mann mit der Kamera“ von 1929 angesehen. Mir hat der ganz gut gefallen, obwohl er fast etwas Manipulatives hat. Meinen Frau aber konnte die ganze Nacht nicht richtig schlafen, so bedrängt fühlte sie sich.

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