Unweit des Gurkenradwegs

Ausflug ins Brandenburger Land, nach Burg (Spreewald), wo wir im Sommer eine Woche Urlaub machen wollen.
Kaum angekommen, stoßen wir auf eine der typischen, hundertfach in Deutschland drohenden Kultstätten, den Bismarckturm. Wie ein Kaiser-Wilhelm-Bart ins Gesicht der wehrlosen Landschaft gepflanzt, Erektionssymbol der aufstrebenden Weltmacht, Heldenmal, das nie eine Helden sah, Denkmal ohne Denken.
Historisiernde Form, gewaltig Bedeutung heischend, mächtigtönend hohl. Keiner lacht.
Ich fürchte zwei Weltkriege haben nicht gereicht, um solches Kraftgemeiere in einer historischen Raritätenschau zu entsorgen.
Nach der demokratischen Wende 1990, wie Wikipedia meldet, wurde der „Turm der Jugend“ saniert und am 3. Oktober 1990 im Rahmen eines Volksfestes wieder in Bismarckturm umbenannt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hurra!

kranich05 - 2008/02/23 19:25