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Sonntag, 27. Januar 2008

Wer informiert und wer schweigt über das NATO-Papier zur Erleichterung des aggressiven Atomwaffeneinsatzes?

Am 22.1. erschien der auslösende Artikel im "Guardian" auf englisch, von Eule am 24.1. verlinkt.
Ich wurde fast zeitgleich auf das Papier führender NATO-Militärexperten aufmerksam
am 24.1. durch die Tageszeitung "junge Welt" und
am 24.1. durch das Blog der alten Eule, die den Beitrag aus dem Guardian übersetzt hatte.
Am 25.1. erschienen mein Posting im opablog sowie zwei Kommentare dazu.
Am 25.1. verlinkte ich mit dem Blog von Dirk Grund, dort auch Hinweis auf grundlegenden Beitrag von Radio Utopie vom 24.1.2008.
Am 26.1. stellte die Eule in einem erneuten Posting fest, daß
"FAZ, Welt, Süddeutsche, FR, TAZ, Zeit, Spiegel, Focus, auch meine Lokalzeitung" nicht berichtet haben.
Ich ergänze, daß auch die "Netzzeitung", "Weltexpress" sowie "Reuters Deutschland" nicht berichten", und daß ich auch in den oftmals lesenswerten Linkszeitung sowie "Neues Deutschland" bis heute 27.1. 2008 keinen Beitrag gefunden habe.
Frühzeitig, 23.1.2008? hatte auch bereits Andreas Hauß ("Humanitärer Atombombenkrieg") auf den Artikel im Guardian verlinkt.
Am 25.1.2008 findet sich ein äußerst informativer Beitrag zum Problemkreis von Tobias Pflüger bei IMI "Informationsstelle Militarisierung".

Natürlich ist anderen Blogs kein Vorwurf zu machen, wenn sie noch nicht auf diese Informationen gestoßen sind (zumal einige, die ich hier nicht aufgeführt habe, verwandte Themen bearbeiten), wohl aber geht mein Vorwurf an die professionellen Medien, die sowohl die Pflicht als auch den selbst verkündeten Anspruch der qualifizierten Information haben.

Tschewengur - "... und dann sehen wir weiter, wonach du dich mehr sehnst."

Andrej-Platonow

"Dwanow ging ins Revkom (Revolutionskomitee) und sprach mit den Leuten. Die klagten ein wenig über das Fehlen von Nessel für Rotarmistenwäsche, weshalb auf den Menschen Läuse wimmelten wie brodelnde Grütze, waren aber entschlossen, bis auf die nackte Erde zu kämpfen.
Ein Lokführer aus dem Depot, der Revkommvorsitzende, sagte zu Dwanow:
"Die Revolution ist ein Risiko: wenn's schief geht, reißen wir das Erdreich heraus und lassen den Lehm übrig, sollen sich sonstwelche Hundesöhne davon ernähren, wenn's dem Arbeiter nicht geglückt ist!"
Eine besondere Aufgabe gaben sie Dwanow nicht, sagten bloß:"Leb hier mit uns, da geht's allen besser, und dann sehen wir weiter, wonach du dich mehr sehnst."


Andrej Platonow, „Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen“, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 75

Ich habe noch nirgends eine adäquate Würdigung der Sprache Platonows gedunden.
Auf mich wirkt sie, als würde das Erdreich selbst, der Sternenhimmel selbst zu mir sprechen.

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