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Mittwoch, 16. Januar 2008

Titanenkämpfe? Worum geht es?

Die Polemik zwischen (manchen) Journalisten und (manchen) Bloggern schlägt wieder mal hohe Wellen. Eigentlich ein höchst wichtiges Thema aber oft wird es als Sturm im Wasserglas verhandelt.
Journalisten wollen partout nicht zur Kenntnis nehmen, daß sich mit Bloggs etwas Neues, vielleicht prinzipiell Neues entwickelt. Sie verschanzen sich hinter ihrer Professionalität – ein gefundenes Fressen für manche Blogger, vorneweg Don Alphonso, ihnen Nadelstiche (in Form manchmal auch theatralischer Keulenschläge) zu versetzen.
Manche Blogger wiederum beschwören eine Bloggerwelt, die sowohl klein und fein als auch riesig ist, auf jeden Fall sich anschickt, mit Urgewalt die etablierte Soße hinwegzuspülen.

Ich betrachte die Diskussion und staune wieder mal, wie viel weltumstürzendes Getöse sich damit verträgt, die schwerwiegenden Fragen unkenntlich zu lassen.

Daß die Journalisten (und die ihnen zuredenden Professoren) Dienstleute der Medienunternehmer sind, also präzis ins Interesse der Mächtigen eingespannt, und daß die Blogger genau das nicht sind – das sind doch wohl unverzichtbare Ausgangsdaten.
Und daß die Blogger, wie jeder Mensch, auf Nachrichten angewiesen sind („vertikale Informationen“), Nachrichten, die sie im Normalfall nicht selbst produzieren und auch nicht produzieren können, ist eine weitere Grundlinie, die das neugierige Denken nicht ignorieren kann.

Von solchen Prämissen aus, könnte alles Weitere wirklich spannend werden.

An der Bäke 2

Die Überschrift dieses Postings ist irreführend.
So kurz nach „Bäke 1“ habe ich noch nichts Neues über die Bäke zu berichten. (Ich stehe ja schließlich nicht in Leistung.) Höchstens von einer Reflexion oder einem Gedankenexperiment kann die Rede sein.
Gestern, nach meinem Posting, hab ich auf Google-Maps den Verlauf der Entwässerungsgräben zurückverfolgt, aus denen die Bäke entsteht. Die ziehen sich ja tatsächlich mit Winkeln und Wendungen noch etliche Kilometer in Richtung Zehlendorf. Diese Gräben sind meist 3 bis 5 m breit und 1 bis 2 m tief. Ich stelle mir vor, wie sie in ihrem Anfangsbereich immer flacher und schmaler werden und wahrscheinlich fischgrätenartig oder fächerartig verzweigt auslaufen. Schließlich werden sie sich einfach im feuchten Erdreich verlieren. Dort kann ich dann meinen Fuß hinsetzen, dort, wo Erde und Wasser sich scheiden bzw. - vom Bächlein her gesehen – sich wieder vereinigen.
Eigentlich ist das eine faszinierende Stelle.
Mir kommt in den Sinn, daß ich diese Stelle und ihre Faszination noch nie wahrgenommen habe.
Und daraus formuliert sich in meinem Kopf der bedeutende Satz oder sogar Sinnspruch:

Wie oft geht der Mensch zum Fluß,
aber wie selten zur Quelle.


Nein, ich erkunde jetzt nicht, ob Google diesen Satz längst kennt. Ich weiß ganz genau, daß er mir heute früh, nach dem Aufwachen, noch im Bett, eingefallen ist.

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