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Donnerstag, 10. Januar 2008

Aufregung um Anka

Gestern war es, kurz nach 18 Uhr. Wir kamen von unserem Abendspaziergang zurück. Anka an der Leine, gingen wir einen Fußweg an einem kleinen Wäldchen entlang. Plötzlich, wie ein schwarzer Blitz, ein großer Schäferhund um mich, stürzt sich auf Anka. Es ist der scharfe Wachhund eines Auktionslagers, der ausgebrochen ist. Ein wildes Kreiseln. Er hat sich in das lange dicke Fell ihrer hinteren Partie verbissen. Sie klagt. Ich versuche, seinen Kopf zu treten, treffe ihn aber nicht. Er läßt los, haut zwei, drei Sätze ab, kommt mit neuer Wucht zurück. Meinen Tritten weicht er aus. Anka ist aus dem Halsband geschlüpft. (Ich dachte in dem Moment, es sei gerissen.) Sie flüchtet. Er stellt sie, ein Knäuel, sie unten. Ich brülle:“Wo ist denn hier der Herr!“, renne hin. Er läßt von ihr ab, rennt weg. Sie kommt zu mir. Ich will, daß sie nicht ziellos wegrennt, versuche, sie auf den Arm zu nehmen, in ihrer Rage schnappt sie nach mir, ich kriege sie trotzdem gehoben. Ab diesem Augenblick ist sie ruhig. Mein Herz rast. Ich laufe so schnell wie möglich weg von der Richtung seines Grundstücks, großer Umweg, 20 kg auf den Armen. In kürzester Zeit bin ich völlig erschöpft.
Ich halte an einem Zaun, lasse sie zu Boden. Jetzt bemerke ich, daß das Halsband intakt ist. Ich kann sie fest nehmen. Wir können jetzt normal gehen. Erleichtert sehe ich ihren unverändert federnden, fast schwebenden Gang. Und – kaum zu glauben – die Rute erhoben.
Ein anderer Hundebesitzer, dem ich begegne, sagt mir, daß dieser Hund schon mehrmals ausgebrochen sei und andere Hunde angefallen habe.
Eine Anzeige ist fällig.

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