Blogs
Blogs sind individuell. Das trifft sogar auf Blogs zu, die von mehreren Leuten geschrieben werden. Sie schreiben als eine Art Gruppenindividuum. Blogs, die zwar der Form nach individuell sind, in Wirklichkeit aber die Positionen einer Partei, Institution, eines Auftraggebers verbreiten, haben wohl auch eine Berechtigung, wirken aber, das ist bald zu spüren, nicht ganz „echt“.
Viele Individuen ergreifen gern die Möglichkeit, sich auszudrücken. So weit sie mit Tastatur und Sprache umgehen können, kann es für sie attraktiv sein, die Form des Blogs zu benutzen. Aber die Notwendigkeit, einigermaßen regelmäßig und häufig zu posten, ist ein Scharfrichter. Es entsteht ein unangenehmer Druck. Der Blogger, die Bloggerin, fühlt sich leergeschrieben. Das Blog geht ein.
Fast alle BloggerInnen, deren Blogs jahrelang laufen, vermeiden solche Durststrecken dadurch, daß sie auf einem oder mehreren Gebieten überdurchschnittliche Kompetenz einbringen. Das Blog nimmt dadurch eine bestimmte Ausrichtung an, es ergeben sich fließenden Übergänge zum Fachblog. Die individuelle Ursprünglichkeit muß trotzdem nicht verloren gehen, sie wird nur gestützt und verliert ihre Dominanz als das einzige tragende Element.
Was als individuelle Ursprünglichkeit erscheint, liegt in einer enormen Spannweite. Die reicht vom Stammtischpalaver, von der kaum eigenformulierten bloßen Kopie einer beliebigen Meinung bis zum Aufstrahlen eines schönen, einzigartigen, geistigen Vorgangs.
Auf die Länge der Distanz, sind die meisten Blogs eher arm an solchen Momenten einer durchdringenden Strahlung. Ausnahme sind die wenigen Blogs, deren Verfasser sich gerade auf einer rasanten Forschungsbahn, um nicht zu sagen, in einem Abenteuer befinden. Ihre Leistung, gekoppelt mit der allgemeinen Stärke der Bloggerei, schnell differenzierte Netzstrukturen herstellen (und wandeln) zu können, kann reale gesellschaftliche Bedeutung erlangen. Ein Beispiel aus jüngster Zeit ist hier das Blog annalist.
Bemühungen, die „freischwebende Bloggerei“ mit realen gesellschaftlichen Bewegungen zu verbinden, nehmen zu. Vielleicht ist auch dies ein Beispiel dafür. Die Blogs könnten dankbar sein, für das „Kraftfutter“, das ihnen aus dem „Strom namens Fakt“ (um Majakowski zu erwähnen) zufließen könnte. Den Bewegungen könnte die sprühende Reflexivität der Bloggerei versus Betondenken zupaß kommen.
Bloggen bleibt interessant.
Viele Individuen ergreifen gern die Möglichkeit, sich auszudrücken. So weit sie mit Tastatur und Sprache umgehen können, kann es für sie attraktiv sein, die Form des Blogs zu benutzen. Aber die Notwendigkeit, einigermaßen regelmäßig und häufig zu posten, ist ein Scharfrichter. Es entsteht ein unangenehmer Druck. Der Blogger, die Bloggerin, fühlt sich leergeschrieben. Das Blog geht ein.
Fast alle BloggerInnen, deren Blogs jahrelang laufen, vermeiden solche Durststrecken dadurch, daß sie auf einem oder mehreren Gebieten überdurchschnittliche Kompetenz einbringen. Das Blog nimmt dadurch eine bestimmte Ausrichtung an, es ergeben sich fließenden Übergänge zum Fachblog. Die individuelle Ursprünglichkeit muß trotzdem nicht verloren gehen, sie wird nur gestützt und verliert ihre Dominanz als das einzige tragende Element.
Was als individuelle Ursprünglichkeit erscheint, liegt in einer enormen Spannweite. Die reicht vom Stammtischpalaver, von der kaum eigenformulierten bloßen Kopie einer beliebigen Meinung bis zum Aufstrahlen eines schönen, einzigartigen, geistigen Vorgangs.
Auf die Länge der Distanz, sind die meisten Blogs eher arm an solchen Momenten einer durchdringenden Strahlung. Ausnahme sind die wenigen Blogs, deren Verfasser sich gerade auf einer rasanten Forschungsbahn, um nicht zu sagen, in einem Abenteuer befinden. Ihre Leistung, gekoppelt mit der allgemeinen Stärke der Bloggerei, schnell differenzierte Netzstrukturen herstellen (und wandeln) zu können, kann reale gesellschaftliche Bedeutung erlangen. Ein Beispiel aus jüngster Zeit ist hier das Blog annalist.
Bemühungen, die „freischwebende Bloggerei“ mit realen gesellschaftlichen Bewegungen zu verbinden, nehmen zu. Vielleicht ist auch dies ein Beispiel dafür. Die Blogs könnten dankbar sein, für das „Kraftfutter“, das ihnen aus dem „Strom namens Fakt“ (um Majakowski zu erwähnen) zufließen könnte. Den Bewegungen könnte die sprühende Reflexivität der Bloggerei versus Betondenken zupaß kommen.
Bloggen bleibt interessant.
kranich05 - 2007/12/03 20:07