Eine Klarstellung zuerst: Ich beschränke mich auf einen Bericht vom Abbrandverhalten meines Grundofens und beteilige mich hier nicht an den Glaubenskriegen der unzähligen Ofen-, Heiz- und Abbrandexperten. Wer diese interessanten Kämpfe genauer kennen lernen will, kann sich die Quellen leicht ergooglen.
Der Ofen wird mit der erforderlichen (dem Wärmebedarf entsprechenden) Holzmenge beschickt. Wenn es sehr kalt ist, muß ich das Holz (ich habe z. Z. nur Fichte, also voluminöses Weichholz) recht eng schichten, um die nötigen 12,5 kg im Brennraum (40x50x60cm) unterzubringen. Nach 30 Sekunden steht der Holzstapel in Flammen und der Schornsteinkopf sieht so aus:
Daß jetzt auch Feinstaub rausgeschleudert wird, kann ich mir gut vorstellen.
Nach drei Minuten:
Das Holz, dessen Oberfläche noch gut zu erkennen ist, brennt heftig.
Der Schornstein raucht:
Nach sechs Minuten sind die Bilder kaum verändert. Der Ofen ist jetzt „richtig auf Touren“.
Nach knapp zwanzig Minuten:
Im Brennraum ein einziges Feuer- und Glutmeer. Jetzt brennen die besonders heißen Koksgase und der Schornstein zeigt.... fast NICHTS:
Feinstaub entsteht also einmal am Tag vor allem in den ersten 15 bis 20 Minuten des Heizens. Wie viel es ist, möchte ich gern vom Schornsteinfeger erfahren.
Nach 55 Minuten:
Jetzt züngeln keine Flammen mehr. Der Verbrennungsvorgang hat seine maximale Wärme im Ofen freigesetzt. Der Ofen hat sie aufgenommen. Jetzt den Ofen dicht verschließen (bei mir manuell), damit keine Wärme durch den Schornstein entweicht.
Die Verbrennung ist erstaunlich rückstandsarm. Nach zwei Monaten Heizen habe ich gerade vorgestern erstmals 6 l Asche dem Kompost zugeführt.
Der Brennraum sieht nach zwei Jahren Heizen so aus.
Nix Ruß!
Und Ruß, der, dank optimaler Verbrennung, gar nicht erst entsteht, braucht nicht herausgefiltert zu werden.