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Mittwoch, 14. November 2007

Die Wahrheit ist konkret, auch zwischen Gleisen

"Wir brauchen kleine kämpferische Gewerkschaften!" - "Wir brauchen die Einheit der Gewerkschaften!"
Diametral stehen sich zwei Positionen gegenüber und jede beansprucht, wahr zu sein.
Sabine Lösing, Bundesvorstandsmitglied der Partei Die Linke, muß den ganzen Widerspruch aushalten: "Ich persönlich unterstütze den Streik." und: "Ich kann aber auch nachvollziehen, daß für viele,... die Schwächung der Einheitsgewerkschaft als schwerwiegender Verlust angesehen wird."

Da zieht sich der Arbeitskampf der Lokführer nun Monate hin, und die Linkspartei beobachtet gequält ihre eigene Parteilosigkeit.
Natürlich hat eine Branchenorganisation nicht automatisch Recht. Die Älteren erinnern sich noch gut, wie Allendes Chile auch durch die Arbeitsverweigerung der Lkw-Fahrer putschreif gemacht wurde. Aber es ist doch wohl nicht zu viel verlangt von einer Partei, die eines Tages die Systemfrage stellen will, die Forderungen beider Seiten gründlich zu analysieren und sich dann klar zu entscheiden - für die Unterstützung der streikenden GDL und für eine entschiedene Kritik an der streikbrechenden Transnet-Führung.
Da flattert den Genossen ein kleiner Zipfel Klassenkampf in die Hand, sie können nichts dafür, die Situation schreit danach, zur Lehrstunde gemacht zu werden, aber die Linksbeamten sind überfordert.
Und die Linkskämpfer kokeln an Autos.

Berechtigte Frage

"Warum eigentlich?
Nach Aussagen von Mr Tillerson, Häuptling der Privaten Hilfsorganisation EXXON sind die Ölförderstaaten verpflichtet die Multinatioalen Zugang zu ihren Ressourcen zu gewähren:
“The resource-holders have to make those resources available. It is not a resource problem; there are plenty of fossil fuel reserves,” Mr Tillerson said.
Quelle: Oil states must open door to investment, says ExxonMobil chief

Warum eigentlich? Wir leben ja schließlich nicht in einem Globalen Sozialistischen System, sondern in einem Globalen Kapitalismus mit Marktmechanismen die, so kann man ja immer wieder lesen, zur Bildung eines fairen Preises führen. Warum soll ich 200 Ochsen mästen wenn ich mit 150 ein höheres Einkommen erziele?"

via: gebloggte Welten

Alle kontrollieren!

Julio Lambing schreibt:
"Allein wegen wegen solcher Dinge schätze ich die neuen Medien. Und mittel solcher Dinge kann man sich dafür einsetzen, daß einige der mit ihnen einhergehenden Errungenschaften nicht wieder abgeschafft werden."

Dem habe ich, außer der getreulichen Befolgung aller Links, nichts hinzuzufügen.

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