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Samstag, 10. November 2007

Das zähe Überleben der DDR

Westerwelle kämpft damit.
SPON schlägt Alarm:
"So extreme Ergebnisse hatten die Forscher nicht erwartet: Die SED-Diktatur als Sozialidyll, als Kinder- und Umweltparadies. Experten haben Berliner Schüler zu DDR und BRD befragt - die erschütternden Ergebnisse lassen für sie nur einen Schluss zu: Deutschlands Jugend braucht dringend mehr Aufklärung."
Das haben sie nun 15 Jahre lang ihren Delegitimierungsauftrag erfüllt, haben die Wahrheit verschwiegen und verbogen und versteckt, und noch immer sind nicht alle Köpfe gewaschen.
Ein hoher Prozentsatz der Berliner 16-Jährigen, knapp die Hälfte, ist skeptisch gegenüber den verordneten Pauschalurteilen über die DDR.
60% sogar schätzen die Arbeitsplatzgarantie, die es in der DDR gab. Unerhört!
Und die Stasi, bekanntlich des Teufels Geheime persönlich, halten 30% für einen mehr oder weniger normalen Geheimdienst.

Wie aus der Studie selbst hervorgeht, haben nicht wenige der in Begleitgesprächen befragten Lehrer den Forschern Hinweise gegeben, wie die Untersuchung differenzierter, problemorientierter gestaltet werden könnte. Solches aber, etwa gar den eigenen Forschungsansatz zu überprüfen, das liegt Prof. Klaus Schroeder und seinen Mitkämpfern vom Forschungsverbund SED-Staat fern.
Die "Gefahr", daß die Ergebnisse weniger "erschütternd" wirken (und weniger medienträchtig) suchte man wohl um jeden Preis zu vermeiden.

Hier beschreibt eine Rostockerin, jenseits aller ideologischen Gräben, was der Mauerfall für sie bedeutete.

Kunstpostkarten - Mohr, Peuckert, P. Holz

Arno-Mohr-1

"Berliner Kneipe", eine Lithografie aus dem Jahre 1951 von Arno Mohr,
herausgebracht 1986 vom Planet Verlag Berlin.

Arno Mohr war jahrzehntelang Professor an der Weißenseer Kunsthochschule.
Eine der ersten Grafiken meiner kleinen Sammlung kaufte ich bei ihm Mitte der 70er Jahre auf dem "Buch-, Bild-, Notenbasar" zum 1. Mai in Berlin.
Meine allererste Bekanntschaft datiert aber aus den ersten 50er Jahren. Damals wies uns unser Lehrer für Kunsterziehung auf ein Plakat von Arno Mohr zum 1. Mai hin, das einen besinnlichen, keinen sieghaft strahlenden Arbeiter zeigte.

Sabine-Peuckert-1

"Stadt mit hockendem Vogel", Gouache von Sabine Peuckert aus dem Jahr 1989.
Über Sabine Peuckert, einige Jahre meine Wohnungsnachbarin, findet man hier einige Informationen.

Paul-Holz-1

"Seltsame Menschen", eine Federzeichnung um 1932 von Paul Holz, zu finden im "Paul Holz Küntlerkalender 1986" des VEB E. A. Seemann Buch- und Kunstverlags, Leipzig.

Paul Holz lebte von 1883 bis 1938. Er war Autodidakt. Von den Nazis wurde er gemaßregelt.
Viele seiner Zeichnungen von ganz eigener schöpferischer Kraft sind im II. Weltkrieg verlorengegangen.
Bei Wikipedia habe ich gefunden, daß es im Museum von Pasewalk, seiner Geburtsstadt, eine Künstlergedenkstätte Paul Holz gibt.

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