Anka und ich
Nun also hat die Zeit unseres Zusammenlebens richtig begonnen. Frauchen ist abgereist. Wir sind für eine ganze Weile zu zweit.
Als wir gestern vom ausgedehnten schönen Spaziergang zurückkehrten und das rote Auto war verschwunden, reagierte Anka nicht. Daß Herrchen oder Frauchen mal weggeht, daran hatte sie sich gewöhnt.

Sie fraß eine Kleinigkeit und registrierte beiläufig, daß im Erdgeschoß einige Sachen fehlten. Sie stand „arglos nachdenklich“ in der Mitte des Raums. Plötzlich muß sie wohl mißtrauisch geworden sein. Jedenfalls raste sie wie der Blitz ins Obergeschoß zum Computerplatz und zum Schlafzimmer. Nichts da, alles abgeräumt.
Ich war ihr nachgegangen. Bevor sie richtig enttäuscht sein konnte, lenkte ich sie ab.
Ich erinnerte mich der Hundepsychologie: Sich normal Verhalten, alltägliche Verrichtungen erledigen - Essen kochen, abwaschen, Sachen ordnen, lesen. Anka blieb mir die ganze Zeit „auf der Pelle“, und ich dachte schon: „Wann wird sie sich mal entspannt hinlegen?“ Aber es dauerte gar nicht lange. Als ich gemütlich beim Lesen saß, legte auch sie sich in Ruheposition.
Aber sie blieb nicht lange ruhig. Sie kam zu mir, suchte meine Nähe und freundliche Berührung. Mir scheint, daß nicht so sehr das Gefühl des Verlustes sie bestimmte, viel mehr der Wunsch, sich unserer festen Beziehung, nun freilich die einzige, die ihr geblieben war, zu versichern.
Ich war freundlich ihr zugewandt, und sie blieb guter Dinge.
Und ich mache die bittersüße Erfahrung einer solchen Draufsicht auf das Hundeleben.
PS
Anka ist ja mit ihren 9 3/4 Jahren bereits eine reife Dame. Aus ihrer Kinderstube und ihrer Sturm- und Drangzeit und überhaupt kann man hier erfahren.
Als wir gestern vom ausgedehnten schönen Spaziergang zurückkehrten und das rote Auto war verschwunden, reagierte Anka nicht. Daß Herrchen oder Frauchen mal weggeht, daran hatte sie sich gewöhnt.

Sie fraß eine Kleinigkeit und registrierte beiläufig, daß im Erdgeschoß einige Sachen fehlten. Sie stand „arglos nachdenklich“ in der Mitte des Raums. Plötzlich muß sie wohl mißtrauisch geworden sein. Jedenfalls raste sie wie der Blitz ins Obergeschoß zum Computerplatz und zum Schlafzimmer. Nichts da, alles abgeräumt.
Ich war ihr nachgegangen. Bevor sie richtig enttäuscht sein konnte, lenkte ich sie ab.
Ich erinnerte mich der Hundepsychologie: Sich normal Verhalten, alltägliche Verrichtungen erledigen - Essen kochen, abwaschen, Sachen ordnen, lesen. Anka blieb mir die ganze Zeit „auf der Pelle“, und ich dachte schon: „Wann wird sie sich mal entspannt hinlegen?“ Aber es dauerte gar nicht lange. Als ich gemütlich beim Lesen saß, legte auch sie sich in Ruheposition.
Aber sie blieb nicht lange ruhig. Sie kam zu mir, suchte meine Nähe und freundliche Berührung. Mir scheint, daß nicht so sehr das Gefühl des Verlustes sie bestimmte, viel mehr der Wunsch, sich unserer festen Beziehung, nun freilich die einzige, die ihr geblieben war, zu versichern.
Ich war freundlich ihr zugewandt, und sie blieb guter Dinge.
Und ich mache die bittersüße Erfahrung einer solchen Draufsicht auf das Hundeleben.
PS
Anka ist ja mit ihren 9 3/4 Jahren bereits eine reife Dame. Aus ihrer Kinderstube und ihrer Sturm- und Drangzeit und überhaupt kann man hier erfahren.
kranich05 - 2007/10/02 15:59


