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Mittwoch, 5. September 2007

"Hello Salaam, Hello Shalom"

Nathalia
"Natalia Wieselthier hat sich verwählt und wollte nicht auflegen. Die Musikerin arbeitet zurzeit an einem Musical an dem Israelis und Palästinenser teilnehmen."

Es gibt einen anderen Weg als den der antiarabischen und antislamischen Hetze.
Via:http://derstandard.at/?url=/?id=3019944

Vor rund 20 Jahren

Honecker

Am 7.9.2007 begann Honecker seinen Staatsbesuch in Bonn. Für den Staatsratsvorsitzenden zweifellos ein politischer Triumph. Für mich als einfachen DDR-Bürger („Ossi“ hätte ich fast gesagt, dabei gab es diesen Begriff überhaupt noch nicht.) war es ein beachtliches Ereignis und schöner politischer Erfolg, Zugleich blieb uns die unveränderte innenpolitische Erstarrung in der DDR völlig bewußt.
Nach meinem Tagebuch vom 8.9.1987 machte ich an diesem Tag einen Krankenbesuch bei Carmen, meiner damaligen Gefährtin, traf an ihrem Bett zwei ihrer Freunde:
„Carmen fängt an über den Honecker-Besuch zu politisieren. Das „Spektakel“ gab ihr Anlaß zu Gelächter. Honeckers Rede bei Kohl sei „grauenhaft“ gewesen. Die anderen beiden stimmen als Echo ein. Ich hatte mich kaum beteiligt, halte aber jetzt dagegen; es fühlt sich aber mehr Wulf, weniger Carmen angegriffen. Das ärgert mich jetzt, daß ich da eine gezielte Zuspitzung gegen sie verpaßt habe.
Ganz schön unangemessen, meine brave Denkerin.“
In den nächsten Tagen spielte der Honeckerbesuch in meinem Tagebuch überhaupt keine Rolle. Am 16 .9. aber übernahm ich einen Artikel zum Honeckerbesuch der sowjetischen Wochenzeitschrift „Neue Zeit“ Nr. 38/87 von A. Tolpegin, unter Hervorhebung dieser Passage:

Neue-Zeit

(Übrigens war die „Neue Zeit“ im Zusammenhang mit dem berüchtigten Verbot des „Sputnik“ ebenfalls von den Kiosken verschwunden (und blieb es). An Abonennten wurden einige Nummern nicht ausgeliefert, danach aber normalisierte sich die Zustellung wieder.)

Später, nach der Schicksalswende, kam einem der Staatsbesuch Honeckers fast unwirklich vor.

Wie Kohl seinen Staatsgast wenige Monate später ins Gefängnis wandern ließ - das halte ich immer noch für des Erinnerns wert.

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