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Dienstag, 21. August 2007

Die Börsenturbulenzen sind lehrreich

Von einer Systemkrise sind wir weit entfernt aber es lüftet sich ein Zipfelchen der Decke, die manchmal die Pracht des triumphierenden Kapitalismus verhüllt.
1. Erstaunlich und erhellend, wie weit in die „soliden Finanzinstitutionen“ hinein Zockermentalität zur Norm wurde.
Neben den bekannten Beispielen (IKB, Sachsen LB) gibt es andere besonders erhellende, wie im Geschäft vieler Kommunen mit sog. Swaps (http://politblog.net/wirtschaft/steuerzahler-muss-fuer-bankentrickserei-gerade-stehen.htm) oder in der „Öl-Anleihe des Landes Brandenburg“ (http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=20229).
2. Der Staat, sonst von den Neolibealen verteufelt, springt in Gestalt seiner Notenbanken mit Beträgen in schier
unbegrenzter Höhe ein und hält so das Zockersystem um jeden Preis am Laufen. Nach dem Prinzip „Kapitalismus für die Armen, Sozialismus für die Reichen“ (http://karlweiss.twoday.net/stories/4172850/) werden die Spekulationsgewinne der Kapitalhasardeure zu Schulden der Armen.
3. Das Umverteilungssystem funktioniert nahezu reibungslos (Aktuelle Beispiele in Deutschland: Mehrwertsteuererhöhung, Preiserhöhungen für Lebensmittel auf breiter Front, Studiengebühren). Gemessen an den Erfordernissen ist die tatsächliche Formierung des inneren Widerstands weit zurück. Dennoch wächst sein Potential.
4. Ungeachtet dieser komfortablen Herrschaftssituation wird das gesamte Instrumentarium vorausschauend weiter ausgebaut und geschärft unter Einschluß faschismuskompatibler Methoden, wie Schäubles Vorschlag des „vorsorglichen Todesschusses“ signalisiert. Nationalistischen, rassistischen und neofaschistischen Kräften wird ein sicherer, kalkulierter Spielraum eingeräumt.
5. Die Bedeutung des militärischen Abenteuers als bewährtes Instrument der Herrschaftssicherung und -ausdehnung wächst rasant.

Krieg gegen den Terror

= Menschenzerstörung
http://www.democracynow.org/article.pl?sid=07/08/16/1416242

Hundstage 5

Ankas Humpelei ist, glaub ich, besser geworden.
Ich wundere mich manchmal, wie individualisiert, nicht stereotyp, doch ihre Verhaltensweisen sind. Gestern z. B. beim morgenlichen Aufstehen.
Normal ist doch, daß sie liegend aber hellwach wartet und nur darauf lauert, daß man sich rührt, um einen dann mit freudiger Zuwendung und Schmusebedürfnis zu bestürmen.
Gestern ganz anders: Anka liegt. Ich liege. Ich riskiere ein Auge. Ich sehe, daß sie wach ist und mich anguckt. Ich liege und gucke. Sie liegt und guckt. Eine ganze Weile. Schließlich setze ich mich auf die Bettkante. Sie liegt und guckt. Ich halte ihr meinen nackten Fuß 1 cm vor die Nase. Sie liegt und guckt. Ich lege einen großen Zeh auf einen Vorderlauf. Sie liegt und guckt. Ich lege den Zeh energischer auf den anderen Vorderlauf. Sie zieht den Lauf weg, bleibt aber liegen. Ich berühre mit dem Zeh ihre Nase. Sie wendet den Kopf , räkelt sich sozusagen verdrießlich halbhoch und legt sich mir jetzt halb abgewandt wieder hin. Sowas hatte ich noch nicht erlebt.
Ich erhebe mich jetzt ganz und wie der Blitz ist sie auch hoch, heftig wedelnd und das morgenliche Begrüßungsritual kann beginnen.
Immer mal was Neues.

Die Neuigkeit heute wird sein, daß ich zur Bibliothek muß und einkaufe, und sie also 2 Stunden allein lasse.

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