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Sonntag, 22. Juli 2007

Trojanerärger

Jetzt habe ich mich 1 1/2 Tage mit einem Trojaner 'rumgequält.
Diverse AntiSpyware - u. a. Antivir, Viruskeeper, Ashampoo AntiSpyware 2 - erwies sich als machtlos.

"Problemgoogeln" erbrachte schließlich die Lösung:
Ich gab das Stichwort, der den Defekt verursachenden Seite ein - VirusProtectPro.com - und landete hier:
http://www.pcfreunde.de/forum/thema-17348-1/fehlermeldung-echter-trojaner.html
und in diesem Forum gab's den Hinweis auf http://siri.urz.free.fr/Fix/SmitfraudFix_De.php
Das war die Rettung.
Danke an den unbekannten Helfer!

Manchmal ist es nur ein Satz - Michael Gielen, 80 Jahre

„Ich habe immer gemeint - und meine noch immer, Funktion von Kunst und Musik sei es, den Menschen die Konflikte ihrer Zeit und ihres Inneren paradigmatisch vorzuführen - und nur das sei die Wahrheit der Kunst.“

Und er fügt hinzu: „In meinem Alter erkenne ich, daß noch etwas dazukommt, was nicht weniger wichtig ist: Daß die Musik uns vor allem die utopischen, die ersehnten Momente zeigt.“

Gefunden in der "jungen Welt" vom 20.7.2007

Pop

Sonnabendnachmittag.
Ich döse im Halbschatten und höre mit halbem Ohr den Stimmen aus dem Nachbargarten zu.
Die aufgeweckte Kleine, sechs, sieben Jahre alt, trällert irgend etwas von „Pop“.
Die Mutter fragt: „Weißt Du eigentlich, was Pop ist?“
Die Kleine, völlig gleichmütig: „Na klar, ficken.“
Die Mutter, leicht verwirrt: „Nein, ich meine Pop, Popmusik...“
Die Kleine kennt auch Popmusik.

Friedenskohl

Gestern hat mein Radio von den diesjährigen Gedenkfeiern anläßlich des Offizierattentats auf Hitler am 20.7.1944 berichtet. Warum dazu ausgerechnet das alte Schlachtroß Helmut Kohl reden mußte, blieb mir unklar. Vielleicht hatte er noch etwas für seine Nobelpreisambitionen tun.
Mit einem fast zu Herzen gehenden Tremolo in der Stimme verlangte er, alles, aber auch alles aber wirklich auch alles zu tun.... na, wofür wohl? „Für den Frieden in Europa“.
Eine halbe Sekunde bin ich positiv überrascht. Setzt er sich auf seine alten Tage ehrlich für den Frieden ein, denke ich, um in der zweiten Sekundenhälfte den Pferdefuß zu erblicken:
Frieden in Europa verlangt Herr Kohl,
nicht Frieden im Irak durch Abzug aller Besatzer,
nicht Frieden am Hindukusch durch Abzug aller fremden Soldaten und „Helfer“,
nicht einen gerechten Frieden zwischen Israel und einem souveränen Staat Palästina,
nicht einen stabilen Frieden am Persischen Golf, nein.

Frieden in der Festung Europa brauchen die, für die Kohl spricht, einen Burgfrieden, einen Rücken-frei-Frieden für ihren weltweiten Kampf um Öl und Macht.

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