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Samstag, 30. Juni 2007

Medienschelte - Systemmedien

Natürlich haben die Mainstreem-Medien nicht nur Fälschungen in ihrem Verdummungsrepertoire.
Zwar sind sie partout alle „unabhängig“, das hindert sie aber nicht an der unkritischen, man darf schon sagen, treu-doofen Übernahme und also Multiplikation dessen, was die Vertreter des Systems zu verkünden haben.
Klassisches Beispiel dieser Art ist monatlich die Verkündung der Arbeitslosenzahlen.
Minister Münte: „Auch der Juni hat bewiesen, dass die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt kein beliebiger Konjunkturhopser ist, sondern die Konsequenz einer zielführenden Politik".
„Spiegel“: „Damit sank die Zahl der Jobsuchenden deutlicher als von Arbeitsmarktexperten und Volkswirten angenommen - und war so niedrig wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr."
„Welt“: „Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland erneut stark zurückgegangen."
"Frankfurter Rundschau“: „Die stabile Konjunktur sorgt nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit für mehr sozialversicherungspflichtige Jobs."
„Bild“:„Das Jobwunder geht weiter."
Ich weiß´nicht, ob Joachim Jahnke so etwas ist, wie der Stefan Niggemeier der Arbeitsmarktpolitik, jedenfalls deckt er immer wieder auf, was hinter Erfolgsmeldungen dieser Art verborgen ist.
Sein Fazit: „Was hier als Erfolg verkauft wird, sind zu einem sehr großen Teil prekäre, d.h. zeitlich befristete und/oder gering bezahlte Jobs, die demographische Entwicklung und einige statistische Veränderungen bei der Einstufung von Arbeitslosen.“

Arbeitslosigkeit-Juni-2007

Grafik: Joachim Jahnke
Seine Beweisführung im Detail findet sich hier: http://www.jjahnke.net/arbeitjun07.html

Schau mir in die Augen, Kleiner...

War in letzter Zeit weniger mit dem Net beschäftigt.
Hab' viel anderes gemacht.
Jetzt versuche ich "wieder Anschluß zu finden".
Dabei stochere ich etwas planlos im Net herum.
Heute kam ich mal auf die Idee, meine eigene Blogroll zu inspizieren.
Toll, wieviel interessante, schöne Beiträge ich dabei finde.
;-))

Und jetzt geh ich Holz für den Winter sägen und spalten.

Wie hältst Du es mit Medienschelte? - Stefan Niggemeiers Chronologie

Ist schon merkwürdig, daß das hübsche, wenn auch etwas altertümelnde Wort „schelten“ in einer bestimmten Form überlebt; nämlich dann, wenn unsere braven kleinen Massenmedien sich gegen böse Ungläubige und Besserwisser verteidigen müssen. Dann jammern sie über „Medienschelte“.
Im opablog ist „Medienschelte“ geradezu chronisch - und mehr als „Schelte“. Ich bekenne mich zu meiner tiefgreifenden feindseligen Abneigung gegen die Mainstreem-Medien, die System-Medien.
Diese Haltung resultiert aus Urteilen, aus hundertfach geprüfter Erfahrung und ist zugleich Vor-Urteil vor jeder künftigen Medienäußerung. Das Vor-Urteil ist eine unersetzliche Orientierungshilfe, aber nur, wenn es nicht zum Vorurteil wird. Es bedarf der permanenten Überprüfung.
Stefan Niggemeier hat sich die Mühe gemacht, die Chronologie einer Falschmeldung von den G8-Protesten in großer Ausführlichkeit (aber bei weitem nicht allumfassend) zu dokumentieren. Wie im Röntgenbild wird das Knochensystem aus Agentur-, Zeitungs- und Onlinemeldungen sichtbar, das die öffentliche Verdummung trägt. Details werden sichtbar, wie das phantasievolle Ausschmücken des Unsinns durch Nachbeter und die „Kultur“ der Viertel- und Halb- und der verweigerten Berichtigung.
Unglaublich, es gibt sogar Journalistik-Flaggschiffe, die korrekt berichtigen!
Der Vorgang Falschmeldung wird im Bereich der Systemmedien über Tage und Wochen verschleppt und nie in Gänze korrigiert.
Dabei war der wahre Sachverhalt, wie Stefan Niggemeiner schreibt, bereits eine halbe Stunde später als Video gepostet und die wenig später verbreitete Falschmeldung unmittelbar danach im Blog „Spiegelfechter“ aufgedeckt.
Ein Lehrstück des einen Falles, in dem die Fälscher sofort ertappt wurden!
Es muß die fehlenden Lehrstücke ersetzen für die 99 Fälle, in denen es nicht gelingt, die Fälschungen aufzudecken.
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/chronologie-einer-falschmeldung
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/150/spon-strickt-an-der-rostock-legende

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