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Dienstag, 26. Juni 2007

Wortgeflüstertes

Himmel

http://wortgefluester.twoday.net/20060710/

Bundeswehr-Tornados in Afghanistan

tornado5 tornado1 Tornado3

Geile Maschinen!
Da wird mancher Pilot seinen Tornado-Orgasmus kriegen.
Und mancher General auch.

Und wir, wollen wir mehr wissen?
Manche alte Eule gibt keine Ruhe.
http://alteeule.blogg.de/eintrag.php?id=329
http://alteeule.blogg.de/eintrag.php?id=322

tornado6 tornado4




















































.

22.6. nach 19 Tagen

Die Strecke Berlin-Jena und zurück muß es mir ja wirklich angetan haben. Eben noch mit dem Fahrrad die Autobahn unterquerend, rausche ich jetzt mit dem Clio nach Berlin zurück, einem wichtigen Familienfest entgegen.

unterwegs

Neunzehn Tage war ich unterwegs.
Im Durchschnitt bin ich 30 km pro Tag gefahren, macht in der Summe knapp 600 km.
Meine Reiseeinteilung - im Wechsel 3 Tage fahren, 2 Tage Station in einer größeren Stadt - hat sich richtig gut bewährt.
Im Durchschnitt habe ich ausgegeben pro Tag knapp 40 €, macht in der Summe etwa 750 €.
Hauptposten: Gaststättenbesuche mit gut 250 €, Unterkünfte für reichlich 200 €, Literatur/Kultur etwa 100 €. Internet schlug übrigens mit 20 € zu Buche.

Ich hab mich die ganze Zeit und danach ausgezeichnet gefühlt. Also voller Erfolg, denke ich, unter dem Gesichtspunkt
meiner (erweiterten) Rekonvaleszenz und der laufenden körperlichen Übung eines KHK-Geschädigten. (KHK- steht für „Koronare Herzkrankheit“.)
Die Belastung muß trotzdem hoch gewesen sein. Das spürte ich daran, daß ich am Ende nicht den Wunsch gehabt hätte, die Fahrt auf vier, fünf Wochen auszudehnen. Und ich holte in der ersten Zeit nach der Fahrt viel Schlaf nach.

Meine Tabletten habe ich unterwegs natürlich immer brav eingenommen, ein einziges Mal die Abendration vergessen.
Den Diätplan (Cholesterin) hab ich, im Bewußtsein, ständig eine Menge zu leisten, nicht immer streng eingehalten, besonders was Kuchen betrifft. Leugnen wäre hier zwecklos.

schmeckt

Bei aller Beachtung körperlicher Momente: Das Wichtigste war der geistig-sinnliche Gewinn. So viel neue Eindrücke von Land und Leuten, so viel Erlebtes ist dazu gekommen. Viele geografische, kulturelle und andere Abstraktionen haben sich mir verbildlicht, vergegenwärtigt. Mein Kopf ist wie durchgepustet und zugleich angefüllt.

Ich hab es geschafft, ohne den Druck eines (körperlichen) Leistungsziels zu fahren. Trotzdem haben Zielorientierungen immer eine Rolle gespielt, manchmal eine zu große. Sich ganz dem Weg hinzugeben, ist mir nur manchmal gelungen. Dieses Problem wird wohl immer Kompromisse erfordern, weil die Wege sich nun einmal unendlich verzweigen.
Aber ich bin auch erfreut über Verzweigungen, die ich entdeckt habe, ohne ihnen (jetzt) gefolgt zu sein.

Ich war frei in meiner Fahrt, und doch immer in Bindung, von Klausi und seiner Mama aus ihrem Glashaus verfolgt. http://meinglashaus.de/2007/06/16/klausis-kommentar-nicht-ohne-meinen-papa/
Das war ein schönes Gefühl;
wie auch die Rückkehr ins vertraute Haus und den geliebten Garten;
wie auch das Denken an neue Erkundungen.

Manche Entdeckung findet ja eines Tages einen Platz im eigenen Lebensraum.

Xylofon

21.6. letzter Tag

Pünktlich, 8.30 Uhr, als ich beginnen will das Zelt abzubauen, setzt ein Gewitterregen ein.
Ich darf zwei Stunden im Zelt abwarten, Lesen, Reisetagebuch schreiben.
Meine Fahrt führt den Saaleradweg aufwärts von Naumburg nach Jena, Endstation.

Klingers-Weinberg

Rückblick auf Klingers Weinberg in der Ferne.

Die-Saale-tost

Manchmal tost auch die Saale.

Es war eine schöne Tour, trotzdem ist meine Laune heute nicht die beste.
Das Wetter ärgert mich mit Nieselregeneinlagen. Der Radweg ist nicht immer gut ausgeschildert, und er führt - man ist verwöhnt - oft vom Ufer weg über Straßen. Die liegen dann über häßlichen kleinen Hügelbuckeln, die mir heute, nach meinem gestrigen Bekanntschaft mit dem Weinstädtchen Freyburg an der Unstrut, ziemlich schwer fallen. Ich hab nicht wirklich einen Kater, doch die Hausmarke in der Künstlerkneipe, ein Müller-Thurgau der Freyburger Winzergenossenschaft aus dem Faß, war tatsächlich süffig.
Außerdem sind für den ganzen ungemütlich kühlen Tag weitere Regengüsse angesagt, so daß ich trockene Phasen zum Weiterfahren nutze und mir nicht die Zeit nehme, den berühmten Saaleburgen Besuche abzustatten.
Ausnahme Ruine der Cyriaksburg, wo ich auch gleich über einen hübschen Gedenkstein stolpere.

historisch

Doebritschen

Fast eine Ritterburg, romantisierender Blick auf die noch weitgehend intakte Hofanlage eines ehemaligen Ritterguts in Döbritschen. Sozusagen vor der Haustür.

Ich bin in Jena. Meine liebe Frau ist noch auf Arbeit.
Erster Hauptwunsch jetzt: Sauna oder wenigstens heißes Bad.

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