sich selbst begegnend
Jetzt, beim Lesen meiner Aufzeichnungen vom September/Oktober 1981, treffe ich den wieder, der ich vor 26 Jahren war. Das ist oft merkwürdig, besonders dann, wenn Themen von damals auch heute nicht „erledigt“ sind.
Mit Verwunderung und manchmal mit einem Lächeln sehe ich mich in der damaligen Gewißheit meiner marxistisch-leninistischen Gesellschaftserkenntnis. Meine Überzeugung vom Wirken gesellschaftlicher Entwicklungsgesetze war unerschütterlich. Und ich weiß nicht, ob es in meinem Denken, obwohl es sich gerade mit einem diffizilen Punkt beschäftigte, nämlich der Rolle der individuellen Freiheit unter den Bedingungen der gesellschaftlichen Determiniertheit des Individuums, ob es in diesem Denken nicht ein Moment des Glaubens gab.
Heute sind die damals erarbeiteten Vorstellungen des Marxisten-Leninisten gründlich erschüttert. Abgetan sind sie keineswegs. Die Erkenntnisspirale bricht nicht ab. Sie macht, so sagt mir mein Gefühl, eine weitere Drehung. (Ob ich die noch mitvollziehen werde?)
Über das erwähnte, mögliche Moment eines „GLAUBENS an allgemeine, grundlegende Gesetze“ sollte ich nachdenken. Könnte da nicht ein (negativer) Zusammenhang sein mit meiner seit früher Jugend erreichten, nie bezweifelten Ferne gegen jede Art von Religion und Gottesglaube?
Mit Verwunderung und manchmal mit einem Lächeln sehe ich mich in der damaligen Gewißheit meiner marxistisch-leninistischen Gesellschaftserkenntnis. Meine Überzeugung vom Wirken gesellschaftlicher Entwicklungsgesetze war unerschütterlich. Und ich weiß nicht, ob es in meinem Denken, obwohl es sich gerade mit einem diffizilen Punkt beschäftigte, nämlich der Rolle der individuellen Freiheit unter den Bedingungen der gesellschaftlichen Determiniertheit des Individuums, ob es in diesem Denken nicht ein Moment des Glaubens gab.
Heute sind die damals erarbeiteten Vorstellungen des Marxisten-Leninisten gründlich erschüttert. Abgetan sind sie keineswegs. Die Erkenntnisspirale bricht nicht ab. Sie macht, so sagt mir mein Gefühl, eine weitere Drehung. (Ob ich die noch mitvollziehen werde?)
Über das erwähnte, mögliche Moment eines „GLAUBENS an allgemeine, grundlegende Gesetze“ sollte ich nachdenken. Könnte da nicht ein (negativer) Zusammenhang sein mit meiner seit früher Jugend erreichten, nie bezweifelten Ferne gegen jede Art von Religion und Gottesglaube?
kranich05 - 2007/05/16 21:08

