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Sonntag, 6. Mai 2007

Freiluftküche

Die Pumpenpannen sind behoben (http://opablog.twoday.net/stories/3666401/), gerade rechtzeitig zur großen Trockenheit. Sowohl aus unserem Tiefbrunnen als auch, wahlweise, aus unserem Grauwasserspeicher haben wir in den letzten Tagen den Garten durchdringend gewässert.
Volle Sonne, reichlich Wasser, steigende Nachttemperaturen - die Pflanzen danken es.

Wir freuen uns, genießen einen Vorsommer seit April. Im Hinterkopf aber ist die bange Frage nicht verstummt, ob wir nicht den Anfang von Klimaveränderungen erleben, deren ganzes Ausmaß sich noch niemand vorstellen kann.
In der Öffentlichkeit ist Klima ja zu DEM Modethema geworden. Politiker und Medien gefallen sich in plötzlichem Aktivismus. Von einer ernsten Beschäftigung mit den Gefahren sind wir aber nach wie vor weit entfernt. Bereitwillig lassen wir uns auf die Suggestivkraft von Szenarien ein, die vorrechnen, daß wir mit einigen rechtzeitigen Investitionen und persönlichen Verhaltensänderungen alles „im Griff“ behalten werden.

Wie es auch werden mag: Noch „schwimmt“ unser Garten auf Schichtenwasser, das auch im trockensten Sommer nicht tiefer als 3 m anliegt. Die alten Siedler hier in der Umgebung hatten ihren gesamten Wasserbedarf (auch zum Trinken) aus dem Schichtenwasser gedeckt. Diese Zeiten sind lange vorbei. Trinkwasser holt unser Brunnen seit 25 Jahren aus 24 m Tiefe.
Welch ein Lebensgefühl, wenn der eigene Boden das Wasser spendet, das im funkelnden Glaskrug auf durstige Kehlen wartet!

Karaffe

Während meiner Bulgarienreisen Ende der 70er Jahre hatte ich das Kochen, überhaupt das Wohnen, im Freien kennen gelernt. Seitdem ist eine Freiluftküche mein Traum.

Freiluftkueche

Seit einem Jahr funktioniert sie an unserem Haus, zur Hälfte noch Provisorium, wie man sieht. Aber schon jetzt ist es ein Vergnügen bei Sonne und Wind zu kochen.

Freiluftkueche1

„Über die Bearbeitung des ursprünglichen Tagebuchtextes.“

Günther Anders in der Einleitung zur Herausgabe seines Tagebuchs aus Hiroshima und Nagasaki (Beck'sche Reihe 1995, S. 10):
„Dieser war skizzenhaft, voll von Wiederholungen, durch Bemerkungen über Personen indiskret. Die Skizzen habe ich ausgeführt, die Wiederholungen gestrichen, die Namen,. Plätze oder Daten, dort, wo Diskretionsgründe es verlangten, unkenntlich gemacht. Außerdem habe ich Argumente (in mitgeteilten Reden oder Gesprächen), wo sie unprägnant blieben, zugespitzt; und Diskussionen, die sich über mehrere Sitzungstage erstreckten zusammengedrängt und ihr Tempo beschleunigt. Aber obwohl kaum ein Satz des Originaltextes unverändert geblieben ist, glaube ich doch, der Wahrheit keinen Abbruch getan zu haben.“

Bei Anders handelt es sich offensichtlich um eine recht weitgehende Bearbeitung des vorliegenden Textkörpers, natürlich mit dem Bestreben, „der Wahrheit keinen Abbruch“ zu tun.
Demgegenüber bleiben bei meinem Tagebuch zur Zeit wohl 95% des Originaltextes unverändert. Vielleicht führt das zu Wiederholungen und Langatmigkeit, zu großer Redundanz, sodaß ich doch stärker eingreifen muß.
Veränderungen nehme ich vor, um Indiskretionen zu vermeiden. Erläuterungen werden kursiv in Klammern eingefügt.
http://tageundjahre.de/

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