"Hiroshima ist überall." Tagebuch aus Hiroshima und Nagasaki. (Taschenbuch) Siehe:
http://www.amazon.de/Hiroshima-ist-%C3%BCberall-Tagebuch-Nagasaki/dp/3406392121
Hätte ich keine DDR-Biografie wäre es vielleicht eine Wiederbegegnung gewesen.
Mich überkommt ein merkwürdiges Gefühl:
Mit aller argumentierenden und moralisierenden Kraft müht sich der Prophet, der Menschheit das notwendige Bewußtsein ihrer existentiellen Gefährdung durch die Atombombe einzuschärfen.
Das war vor 50 Jahren.
Vor 25 Jahren, als er seine Schrift erneut herausgibt, stellt er fest, daß seine Worte aktueller sind, denn je.
Mit vollem Recht könnte ich dasselbe für den heutigen Tag behaupten
und vermutlich ein Leser der Zukunft in zwanzig oder dreißig Jahren nicht weniger.
Schließlich beweist die dringlichste, buchstäblich für die Stunde geschriebene Warnung des freien Geistes noch nach hundert Jahren ihre unveränderte Gültigkeit.
Ist die Warnung - längst „wie Asche im Mund“ - immer noch Warnung?
Sind die Gewarnten wirklich gewarnt worden? Oder wurden sie nur mit Makulatur beworfen?
Sind die Gewarnten überhaupt warnbar?
Du und ich können gewarnt werden. Aber die Menschheit, dieser sich kolossal über Berg und Tal windende Lindwurm?
Wenn er lernt, wie lernt der?