kostenloser Counter

[>>]

Sonntag, 29. April 2007

Tagebuch, nicht Blog

Blogs werden gern als Webtagebücher bezeichnet. Und wirklich, mit ihrer regelmäßigen, oft sogar täglichen Aktualisierung scheinen sie genau das zu erfüllen, was ein Tagebuch im Wortsinn ausmacht. Aber Tagebücher sind natürlich viel älter als Weblogs.
Blogs und Tagebücher unterscheiden sich meiner Ansicht nach grundsätzlich hinsichtlich ihrer Öffentlichkeit.
Blogs werden immer für die Öffentlichkeit geschrieben, Kommentare sind fast immer willkommen. Blogs zielen immer auf's Schaufenster, im besten Fall sind sie die persönliche Bühne, auf der sich der Verfasser als Autor, Regisseur, Darsteller, Techniker, kurz als Allrounder seinem Publikum präsentiert.
Mit seinem Blog will der Verfasser wahrgenommen werden, oft wohl auch Einfluß ausüben. So ermächtigt er sich mit seinem Blog.
Interessant ist, daß auch die herkömmlichen Tagebücher nicht zuletzt „Ermächtigungsinstrumente“ sind. Der Schreiber/ die Schreiberin schafft sich einen Freiraum (gegenüber Anderen aber auch sich selbst gegenüber), in dem er/sie Flüchtiges festhalten, prüfen, analysieren kann, in dem er/sie spielt und oft auch gewinnt. Er ergießt sich in eine (vorerst) unbewertete „Laberstruktur“, zugleich Chronologie der täglichen Tretmühle als auch ihr Reflexionslaboratorium und bereitet damit (oftmals über schier endlose Wiederholungen) einen neuen Schritt seines „aufrechten Ganges“ vor.
Gewiß, dieser intime, „echte“ Ansatz des Tagebuchschreibens wird allzu oft, zumal bei Schreibenden mit literarischen Ansprüchen, mit der mehr oder weniger versteckten Absicht einer späteren Veröffentlichung unterlaufen. Im schlechten Fall entstehen Tagebücher, die „so tun, als ob“, die zwar Intimität behaupten, doch immer wieder ihren Seitenblick auf den geneigten Leser (der vielleicht sogar ein namhafter ist) verraten.
Mir machen solche Kompositionen aus Fisch und Fleisch nur mäßiges Vergnügen.
Aber es ist auch nicht selten, daß das streng begonnene, intime Tagebuch über seinen Ein-Personen-Raum hinaustreibt. Als Chronologie, als Erkenntnisschatz, als psychisches Modell, in vielerlei Richtung kann es zu exemplarischer Bedeutung wachsen.
Wird es schließlich veröffentlicht, kommt es in aller Regel nicht ohne Bearbeitung aus und muß sich, bei aller editorischen Sorgfalt, wohl oder übel im Feld der Chancen und Gefahren von Dichtung und Wahrheit zurechtfinden.
Mir geht es jedenfalls so, nun da ich angefangen habe, meine alten Tagebücher abzuschreiben und ins Web zu stellen.
Fleißig besuchen ;-): http://tageundjahre.de/

"der Sumpf..., aus dem das 9/11-Monster kroch,..."

Barry- Hopsicker Daniel, "Barry und die Boys"
Der größte Drogenschmuggler der USA

"Barry Seal war später der Chefpilot des illegalen, milliardenschweren Drogenimports und Waffenhandels, der unter Reagan/Bush aus dem Weißen Haus gesteuert wurde und als "Iran-Contra-Skandal" in die Geschichte eingegangen ist."

//www.zweitausendeins.de/artikel/buecher/sachbuecher/politik_zeitgeschichte/?ArticleFocus=0&show=200252

Kommando Spezialkräfte (KSK)

KSK
Günzel, ehemaliger Kommandeur des KSK, verkörpert und verrät einiges von dem dort herrschenden Geist.
In einem gemeinsam mit Ulrich K. Wegener (GSG 9) und Wilhelm Walther ("Brandenburg") verfaßten Buch, stellt er eine Traditionslinie des KSK zu der faschistischen Spezialeinheit "Brandenburg" her.

Spätestens, seit durch das Zeugnis des nach Guantanamo verschleppten Bremers Kurnaz offenbar wurde, daß KSK-Angehörige an Mißhandlungen Gefangener beteiligt waren, scheint es an der Zeit, sich näher über die von Günzel und Co gepriesenen Spezialeinheit und ihre Kriegsverbrechen zu informieren.

Division-Brandenburg
"Division Brandenburg. Die Rangers von Admiral Canaris" (Taschenbuch) von Hans Bentzien. http://www.amazon.de/Division-Brandenburg-Rangers-Admiral-Canaris/dp/3360010582

Friedrich Hebbel

"Daß selbst die ältesten Leute, denen diese Welt nichts mehr bietet, nicht Genüsse, nicht Hoffnung, nicht einmal Wünsche, sich von der anderen so wenig angezogen fühlen, beweist stark gegen deren magnetische Kraft!"

(Tagebuch vom 20. Januar 1847)

Aktuelle Beiträge

Der Demokrat
Jener Knecht, der um der Freiheit willen sich selbst...
gitano - 2010/01/07 13:45
Kleinste Lehrstücke
Kleine "Sicherheitsübung" des irischen und des...
kranich05 - 2010/01/07 13:32
Gut, dass Du daran erinnerst. Ganz...
Gut, dass Du daran erinnerst. Ganz gleich, was man...
gitano - 2010/01/07 13:25
Aha! Wieder was gelernt!...
Aha! Wieder was gelernt! (als Nicht-Ossi war mir das...
Gartentante (Gast) - 2010/01/07 12:37
An Edom!
An Edom! Ein Jahrtausend schon und länger, Dulden...
kranich05 - 2010/01/06 13:47

Archiv

April 2007
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 5 
19
20
23
24
 
 
 
 
 
 
 

RSS Box

Suche

 

Status

Online seit 1482 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2010/01/07 13:45

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)

twoday.net AGB