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Sonntag, 11. Februar 2007

REHA-Patient

9.2.2007

Ich bleibe leider von einer unangenehmen Überraschung nicht verschont.
Alles hatte sich so gut angelassen. Ich fühlte mich körperlich immer besser. Und die meßbaren Leistungen bestätigten dieses Gefühl. Auf dem Fahrradergometer durfte ich schließlich die Belatungsgrenze von 100 Watt überschreiten. Beim Schwimmen merkte ich täglich, wie der Brustkorb freier wurde und die Kräfte zurückkehrten. Die Blutfett- und Cholesterin- und Blutzuckerwerte wurden vorbildlich, der Blutdruck in der Norm. Im Belastungs-EKG ging es bis 150 Watt, d. h. in die Nähe meiner Normalwerte vor der Krankheit.

Doch das Belastungs-EKG sorgte für die Ernüchterung. Es weist eine zu geringe Sauerstoffversorgung des Herzens bei Belastung aus.
An dem Befund ist nicht zu zweifeln oder? Seine Ursache liegt vorerst im Dunkeln. Funktionieren die Bypässe/ein Bypass nicht richtig?
Ich habe keinen Grund, an der Kompetenz der Oberärztin hier in der REHA-Klinik zu zweifeln. Sie veranlaßt, daß ich, am 11.2. aus der REHA-Klinik entlassen, drei Tage später wieder ins Jenaer Klinikum einziehen werde, zu einer erneuten Herzkathederuntersuchung. Was wird die bringen?
Ich gebe zu, daß diese Wendung, die ich gestern schlucken mußte, meiner Moral erstmal einen Knacks versetzt hat.

10.2.2007
Bisher war mein innerer Auftrag klar: Werde so schnell es geht und so gut es geht gesund und bereite Dich darauf vor, danach mit Verstand und Konsequenz möglichst "herzgesund" zu leben, d.h. möglichst so zu leben, daß die Koronare Herzerkrankung zum Stillstand kommt.
Was aber ist jetzt mein Auftrag?
Eigentlich kann ich bis zum 14.2. nur warten. Aber wie soll ich "nur warten"?

Ich ertappe mich weiter bei kleinen Aktivitäten der Vorbereitung auf das Leben nach der Klinik.
Mit viel Muße sichte und vergleiche ich, welches Angebot die verschiedenen Kaufhallen an Diätlebensmitteln haben - cholesterinfreie Margarine, Bratfette, Öle, Süßstoff, Käsesorten, Wurstwaren oder Schinken. Welchen Seefisch bieten sie an? Gibt es gar cholesterinarmes Trockenei?
Bei einem Bäcker kaufe ich echten Bäckersauerteig, für's eigene Vollkornbrot, obwohl ich noch gar nicht einschätzen kann, ob ich mit dem Kneten zurechtkomme.
Die ersten Sämereien sind im Angebot, und ich kann nicht widerstehen, mir Endivie, Andenbeere und eine mir unbekannte Tomatensorte "Idyll" zu kaufen. Sind das Anzeichen von Bewußtseinsspaltung?

Erste Erwägungen, was nach der neuen Kathederuntersuchung sein wird, lassen sich nicht verdrängen.
Die schwächste Hoffnung: Andere Ärzte sehen die Aussage des Belastungs-EKG nicht so dramatisch...
Größte Hoffnung: An einem Bypass gibt es eine kleine Engstelle ("eine schiefe Naht"), die aufgeweitet werden kann. Ich würde einen Stent bekommen. Es wäre ein relativ schonender Eingriff...
Schlimmste Befürchtung: Ein Bypass ist komplett ausgefallen. (Daß mehrere ausgefallen sein könnten, stelle ich mir gar nicht erst vor). Damit bliebe, auch wenn der 2. und 3. Bypass toll funktionierten, ein Infarktrisiko. Und also eine erneute Operation? Und diese möglichst schnell (solange das Brustbein noch nicht fest verwachsen ist)? Oder übers Jahr?
Was rät mir meine innere Stimme?
Nichts. Sie schweigt. Sie ist verwirrt.
Das ist ein seltener Zustand bei mir, nicht schön.

Heldengedenken in Bad Berka

8.2.2007

BB wäre kein deutsches Provinzstädtchen, würde ein Kriegerdenkmal fehlen - im Dunstkreis der evangelischen Kirche, für die Helden des ersten Weltkriegs.

Kriegerdenkmal1

Zu DDR-Zeiten hatte man die Pietät, solche meist trutzigen Gedenksteine nicht zu entfernen. Der Verwitterung überlassen, hinter wucherndem Efeu versteckt, dösten Gedenktafeln, deren kaum entzifferbare Texte niemanden bekümmerten.
Das hat sich geändert.
Blitzblank gepflastert und geharkt sind die Areale des vaterländischen Erinnerns. Die Steine neu gesetzt (?) oder zumindest gesandstrahlt; die Texte blöken dir schamlos ihren Anspruch entgegen:

Kriegerdenkmal2

"OH HERR, SEGNE UNSER KRIEGSHANDWERK!"
oder so ähnlich.


Eine zweite Tafel formuliert noch dreister, noch widerwärtiger:

Kriegerdenkmal3

Leider irrte auch Lenin, als er den Imperialismus des ersten Weltkriegs beschrieb. Allzu hoffnungsfroh glaubte er, dies sei ein stagnierender, ein sterbender Kapitalismus.
Ganz und gar ins Schwarze aber traf er, als er, all den Vaterlandsverteidigern ins Stammbuch, diesen Krieg charakterisierte:
"...auf beiden Seiten ein imperialistischer Krieg, ein Eroberungskrieg, ein Raub- und Plünderungskrieg, ein Krieg um die Aufteilung der Welt, um die Verteilung und Neuverteilung der Kolonien, der Einflußsphären des Finanzkapitals..."

"Der Feind steht im eigenen Land", drückte es Karl Liebknecht aus.
Dafür mußte er sterben, Opfer solcher Vaterlandsgesellen, die die Heldenkugel verpaßt hatte.

REHA-Patienten

6.2.2007

Es geht zu wie in einem Bienenstock, sicherlich nicht ganz so flink aber vergleichbar emsig und genauso zielstrebig. Und gleich den Bienen, die süchtig zu jeder Nektarquelle eilen, sammelt sich vor jeder Tür, hinter der Genesungshilfe lockt, sogleich ein Grüppchen der Rehabilitation Suchenden.

Jeder schwimmt (mit seinem "Therapieplan" als Kompaß) nach seinen Kräften mit im Klinik-Drive, diesem allgemeinen, überall spürbaren, manchmal etwas schwerfälligen Trend des gesundheitlichen Aufbaus.
Jeder, der hier ist, hat seine gesundheitlichen Schläge einstecken müssen, aber alles ist durchdrungen vom vielgestaltigen Rehabilitationsgeschehen und damit von einem Grundoptimismus und sei es ein ganz bescheidener.

Freilich, beim zweiten Hinschauen sind die Leute keineswegs austauschbar wie Bienen. Ganz verschiedene Patientengruppen treffen aufeinander.
Allein schon die Altersunterschiede!

Erstaunlich Viele sind noch keine 40 Jahre alt. Mit ihren schnellen, sicheren Bewegungen kommen diese Jungen uns gar nicht richtig krank vor. Aber viele sind Infarktpatienten und manche nur um 15 Minuten dem Tod "von der Schippe gesprungen". Der Infarkt hat sie völlig aus ihrer Mitte gekippt. Woran sollen sie sich halten, um das zu verarbeiten, was ihnen geschehen ist? Manche können nur auf die Zigarette zurückgreifen. Trotz aller Ächtung des Rauchens stehen sie draußen, seitlich in einer Nische. "Schmeckts denn?" "Es muß."

Andere sind sehr alt, 85, 88 Jahre. In körperlicher Disziplin, geistig hellwach, sind sie alt geworden. Jetzt hat sie eine Herzkrankheit ins Krankenhaus und in die Rehabilitation gezwungen. Bewundernswert, wie diese blassen, zerbrechlichen, kultivierten Alten ihre Verantwortung für sich wahrnehmen. Sie gehen ihren Weg, noch nicht einmal besonders langsam, wie mir scheint, sich ihres eigenen Maßes bewußt. Sie vergessen auch nicht, nach rechts und links zu grüßen, sind für Freundlichkeit offen.
Es gibt auch andere Alte.

Von den Paaren könnte ich sprechen, sei es, daß sie beide krank sind, sei es nur eine(r), so daß einer dem anderen auf seinem Krankheits- und Genesungsweg direkt beisteht.

Doch ich will kein idyllisches Bild malen. Nicht wenige sind von ihrem schweren Leiden gezeichnet, und sie verspüren kaum Besserung. Sie ahnen die Machtlosigkeit der Ärzte und müssen sich darein schicken, daß es für sie keine wirkliche Hilfe gibt.
Trotzdem sind sie keine Außenseiter in dieser Umgebung, müssen es zumindest nicht sein. Irgendwie können auch sie einen Abglanz davon haben, wenn es dem Nebenmann besser geht.
Doch noch etwas Versöhnendes finden, auch wenn der eigene Weg ein kummervoller bleibt und die Lebenslinie nicht mehr aufwärts weist.
Ich glaube, es sind die 65- bis Anfang 70-jährigen, die dieses traurige Schicksal am Härtesten trift.

Stefan Bollinger: Lenin. Träumer und Realist

Bad Berka, 3.2.2007

Liebe U,
seit einigen Tagen liegt Deine Geschenksendung auf meinem Nachttisch. Ich habe auch schon 'reingeschnuppert und hoffe, daß das schmale Bändchen meine Rehabilitation in mehr als einer Hinsicht fördert.
"Lenin. Träumer und Realist", herausgegeben von Stefan Bollinger, Wien 2006. Eigentlich ist es ja ein knapper Text; von den rund 170 Seiten sind 120 Auszüge aus Arbeiten Lenins, die hätte ich nicht gebraucht, und nur etwa 50 Seiten sind ein Bollinger-Essay.
Aber die Menge macht es nicht. Ich erinnere mich noch an meinen Versuch einer Lektüre von Wolkogonows "Lenin" von 1994, eines Wälzers von vielen hundert Seiten, angefüllt mit Schmähungen des einstigen Idols. Da habe ich mich nur gefragt, welcher Selbsthaß dem vormals sowjetischen Politfunktionär den Kuli geführt haben muß.
Bollinger scheint mir doch von anderer Qualität. Zwar gibt ers auch bei ihm Ansätze zu dem taktischen Slalom, den fast alle laufen, die sich öffentlich zu Unperson Lenin äußern, aber es dominiert doch das ernsthafte Bemühen, eine außerordentliche historischen Erscheinung in wesentlichen Zusammenhängen und Konfliktlinien zu begreifen. Nützlich sind auch die Hinweise auf weitere neuere Studien zu Lenin und der Oktoberrevolution.

Daß ich mich auf meine alten Tage noch einmal ausführlicher mit Lenin beschäftigen würde, war mir klar, seit die DDR unterging. Viel zu wichtig war er mir zu DDR-Zeiten. In seinen Werken hatte ich viele Ansatzpunkte für eine "linke", eine radikale Kritik an Erscheinungen des Realsozialismus gefunden, und ich habe sie gerne meinen Mitgenossen (und sie waren keineswegs immer erfreut darüber) unter die Nasen gerieben.
Natürlich ist es heute irrelevant, sich auf solch systemimannentes Kritisieren zu berufen, in Erinnerung bleibt aber doch, wie viele, die sich SED-Kommunisten nannten, den Lenin und die ganze Oktoberrevolution von einen Tag auf den anderen fallen ließen, wie eine heiße Kartoffel. Wie viele PDS-Kämpfer seufzten insgeheim erleichtert: Endlich können wir echte deutsche Sozialisten sein, ohne den russischen Rattenschwanz!
Da rede sich keiner/keine heraus, es sei neuerdings soviel Schlimmes über Lenin ans Licht gekommen, er sei der unvollendete Stalin, ja Hitler gewesen. In Wahrheit wurden auch zu Zeiten des Realsozialismus der russische Kriegskommunismus und der zeitweilige rote Terror nicht verheimlicht.
Ich denke, daß hier viel Augenauswischerei im Spiel ist und schlichte Feigheit vor dem Feind.
Natürlich rede ich hier nicht einer blinden Verteidigung oder gar Anbeterei dessen das Wort, was wir vor 20 Jahren wußten. Die Welt hat sich weiter gedreht, und es darf der Versuch gemacht werden, weiter zu denken, auch den Lenin; vielleicht ist das sogar bei Strafe dringend notwendig.
Mal sehen, ob mir die Schrift von Bollinger dabei nützt.

neo-christlich

1.2.2007

Zu den Schwarten jenseits meines Lektürestandards, die ich hier im "Bad Berka-Exil" gelesen habe, gehört: "Koloß auf tönernen Füßen. Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Irak" von Peter Scholl-Latour, Berlin 2005.
Zwar hält das Buch nicht, kann gar nicht halten, was der reißerische Titel verspricht (Klappentext:"...seine Bücher sind allesamt Bestseller"), interessant finde ich aber, was der Verfasser von einem Besuch in der "Megachurch" von Prestonwood bei Dallas berichtet (S. 52ff):
Die dynamische Baptistengemeinde "hat im Umkreis ihres Gotteshauses, dessen Stahlkonstruktion wie eine riesige Raffinerie aufragt, 56 Hektar Land erworben. Dort verfügen die Gläubigen über Sportplätze, Fitneß-Center, Versammlungssäle, Bibliotheken, Schulen, eine Cafeteria und sogar eine Einrichtung für tugendhafte Ehevermittlung. Der Wert der Gesamteinrichtung wird auf 145 Millionen Dollar geschätzt."
Nur lächelnde, freundliche Leute begegnen Scholl-Latour in Prestonwood.
Der Gottesdienst hat begonnen. Die endlosen Bankreihen sind dicht gefüllt.
In zwei gläsernen Becken werden Taufen veranstaltet. Ein halbes Dutzend neue Baptisten, in weiße Gewänder gehüllt, taucht mit dem ganzen Körper in das geweihte Wasser. Dazu jubelt ein Chor von fünfhundert Sängerinnen und Sängern - das ist heute ein eher nüchterner Gottesdienst (!)
Das zentrale Ereignis ist die Predigt des Pastors Jack Graham. Auf riesigen Bildschirmen wechselt das Gesicht des blendend aussehenden Fünfzigers mit religiösen und quasireligiösen Symbolen: "O wonderful cross", die olympischen Ringe, das Sternenbanner, die Taube des heiligen Geistes, die Markenzeichen von Coca Cola und McDonalds, das Fischsymbol der frühen Christen...
Graham exekutiert die Bibel wörtlich: Der Darwinismus ist eine Irrlehre. Homosexuelle sind Verdammte. Geburtenverhütung ist eine schwere Sünde.

Der Besucher schaut aufmerksam in die Gesichter der Gläubigen: Er entdeckt viel Verzückung aber keine Hysterie.
Die Kollekte eines einzigen Wochenendes erbringt 360.000 Dollar. Das Jahresbudget beträgt 22 Millionen Dollar. 500 Angestellte und Animateure, einschließlich 33 Pastoren, werden davon besoldet.

Entschieden und unwiderruflich hatte ich mich mit 12 Jahren von jeder Religiosität abgewandt. Zeitlebens erschien mir Religion als etwas, das eigentlich im 19. Jahrhundert erledigt worden ist.
Doch heute heißt es neu lernen?
Neoliberalität und Neomedialität lassen die aus früheren Jahrhunderten bekannte absolute "Geistlosigkeit der sozialen Zustände" in neuer Form erstehen. Sie gebiert unvermeidlich ihren zugehörigen "Geist" - die neue Religiosität.

REHA

27.1.2007

I
Patient-in-Median-Klinik

Nach 10 Tagen Krankenhaus bin ich in der REHA-Klinik gelandet, in der nun in 18 Tagen meine Rehabilitation vor sich gehen soll.
Ist schon merkwürdig, wieviel Papier zu diesem Zweck bewegt werden muß. Ich meine nicht die ärztlichen Diagnosen.
Der Arzt sagt, Herzklinik ist notwendig - aber die Kasse muß extra entscheiden, daß sie den Krankenhausaufenthalt bezahlt.
Der Arzt sagt, sie brauchen selbstverständlich eine AHB (Anschlußheilbehandlung) - aber wieder muß die Kasse entscheiden, ob sie diese bezahlt.
Diese Kuren dauern in aller Regel drei, oft auch vier Wochen. Meine Kasse (die HEK) reduziert auf 18 Tage. Ohne Begründung.
Meine Kasse hat eine Vertragsklinik in Tabarz, die weite Anfahrt/Abfahrt dorthin würde sie bezahlen. Ich aber möchte in das nahe gelegene Bad Berka. Diese An- und Abfahrt muß ich selbst bezahlen.

Eigentlich geht es um Maßnahmen, die einzig und allein die Mediziner gemeinsam mit den Patienten entscheiden sollten.
Doch es werden bürokratische Vorgänge ausgelöst. Anträge sind zu stellen, Erklärungen werden gegeben oder verweigert, Bestätigungn erteilt.
Zeit und Nerven sind aufzubringen - substantiell für Nichts.

II
Die REHA-Klinik heißt Median II Bad Berka.

Medianklinik-Bad-Berka

Ich denke sie funktioniert solide-routiniert. Nach dem unvermeidlichen Streß der Krankenhausnächte ist das Einzelzimmer eine Erholung.
Sein spezielles System notwendiger Diagnosen, Therapien, Anwendungen, Übungen und Informationsveranstaltungen wird für jeden Patienten ermittelt, in Gang gesetzt und fortschrittsabhängig angepaßt.
Der Patient wird zu selbständigen Erfüllung mancher kleiner Pflichten angehalten. Auch das aktiviert.
Würden die individuellen Bedingungen noch genauer berücksichtigt, könnte Manches vielleicht noch schneller gehen. Doch dieser spezielle Aufwand wird selten getrieben.
Neben der Diätberatung gibt die tägliche Küche Anregungen für die künftige herzgesunde Lebensweise. Vergleichbares leisten auf anderen Feldern die Bewegungstherapie und die Techniken der psychischen Entspannung.

Der Patient wird durchaus sinnvoll beschäftigt und spürt wie seine Belastungen allmählich schwinden und seine Kräfte zurückkehren. Und darüber hinaus?

III
Was ich darüber hinaus aus meiner Zeit mache, ist mir selbst überlassen.
Wenn ich gar einen neuen Lebensabschnitt "Herzgesunde Lebensweise" vor mir sehe und mich selbständig, intensiv auf diese Herausforderung einstellen will, finde ich nur wenig Hilfe.
Es gibt in beiden großen REHA-Kliniken nicht einen einzigen Internetplatz für Patienten. Die Bibliothek ist in einem kümmerlichen Zustand und bietet -ebenso wie die öffentliche Bibliothek des Kurstädtchens - fast nichts zu den ureigenen Klinikthemen Herz-/Kreilaufrehabilitation. Auch zu den eigenen Informationsveranstaltungen des Kurbetriebs gibt es kaum weiterführendes Lesematerial.
Von kulturellen Veranstaltungen, künstlerischen Anregungen zu schweigen. Ich erlebte zwei Unterhaltungsveranstaltungen im Verlauf der Kur.
Es scheint zu genügen, wenn der Patient seine tägliche Ration Fernsehen konsumiert.

Draußen ist Schmuddelwetter.

Schmuddelwetter-

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