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Freitag, 5. Januar 2007

"Heimkehr im Sarg"

Die alte Eule hat eine Reportage über die Heimkehr von Toten der Bundeswehr aus dem Ausland gesehen.
http://alteeule.blogg.de/eintrag.php?id=264
Eine ruhige Reportage, sagt sie, die zeigt, wie nun Trauerarbeit geleistet wird.
Abgesehen davon, daß mir der (ich weiß, etablierte) Begriff "Trauerarbeit" zuwider ist, drängt sich mir übermächtig die Frage auf: "Warum gehen die jungen Leute dahin?
Sie gehen in ein Land, das sie nicht kennen, zu Menschen, die sie nicht verstehen, mit Zielen ("Deutschland am Hindukusch verteidigen"), die völlig irreal sind.

Ich kenne kaum Bundeswehrangehörige persönlich. Deshalb fällt es mir besonders schwer, ihre Motive zu verstehen.
Opportunismus? - mit wenig Mühe viel Geld verdienen
Karriereplanung? - gute Ausbildung kriegen und später bevorzugter Zugang zu sicherem Arbeitsplatz
Abenteurlust? - etwas Erleben (und dabei in der Herrenrolle sein)
Frustrationen, Gewaltphantasien ausleben? - Batian Bosse von Emsdetten hatte kurzzeitig erwogen "zum Bund" zu gehen.
Rechtsorientierung? - rechte Schlagkraft formieren
Gruppendruck? - Zwar geht man meines Wissens freiwillig in solchen Einsatz aber vielleicht gibts ja einen unterschwelligen Druck.
Glaube an die politischen Begründungen der amtierenden Politiker?
Dummheit?

Ahnen sie nicht, das sie potentielle Mörder sind?
Oder nehmen sie es billigend in Kauf?

Und all diese Fragen gelten auch den Menschen, mit denen sie verbunden sind.

Erfreulich!

Erneuerbare Energien brechen erneut Rekorde

„Berlin, 04. Januar 2007. Das Jahr 2006 war ein Rekordjahr für die Nutzung Erneuerbarer Energien
in Deutschland. Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und Erdwärme haben ihren Beitrag zur Energieversorgung
stärker erhöht als je zuvor. Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch in den Bereichen
Strom, Wärme und Kraftstoffe ist im vergangenen Jahr auf 7,7 Prozent (2005: 6,8) angewachsen. Die
Energiebereitstellung aus den unendlich vorhandenen Energieträgern wuchs auf über 200 Milliarden
Kilowattstunden (2005: 175,7). Das entspricht rechnerisch dem Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauch
von mehr als 10 Millionen Haushalten.

Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch 11,6 Prozent
Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien stieg im Jahr 2006 auf 71,5 Milliarden Kilowattstunden
(2005: 64,35). Der Anstieg innerhalb eines Jahres liegt damit deutlich über der
jährlichen Stromproduktion beispielsweise des Kernkraftwerkes Brunsbüttel. Der Anteil Erneuerbarer
Energien am Bruttostromverbrauch betrug 2006 11,6 Prozent (2005: 10,5). Hauptträger
des Wachstums waren die Windenergie, Biogas und Solarstrom.

Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Kraftstoffverbrauch 5,4 Prozent
Mit einem Wachstumssprung von über 40 Prozent hat der Biokraftstoffeinsatz im letzten Jahr
mehr als 3,3 Millionen Tonnen erreicht. Das entspricht einem Anteil am deutschen Kraftstoffverbrauch
von 5,4 Prozent (2005: 3,6).
Die EU-Ausbauziele für Deutschland das Jahr 2010 rücken damit in greifbare Nähe. Sie liegen
für den Strombereich bei 12,5 Prozent und im Kraftstoffsektor bei 5,75 Prozent.

Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Wärmeverbrauch 6,2 Prozent
Ein leichter Zuwachs beim Einsatz von Bioenergie, Solarwärme und Erdwärme führte im Jahr
2006 zu einer Wärmeproduktion aus Erneuerbaren Energien von 98 Milliarden Kilowattstunden
(2005: 89). Das entspricht einem Anteil am steigenden deutschen Wärmeverbrauch von 6,2
Prozent (2005: 5,9). Damit bleibt die Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien deutlich
unter ihren Möglichkeiten. BEE-Präsident Johannes Lackmann: „Nirgendwo sonst lässt sich der
Ausstoß von klimaschädigendem CO2 so billig und schnell reduzieren, wie im Wärmebereich.
Nicht-Handeln ist hier sträflich. Die Große Koalition muss daher schnellstmöglich die Arbeit an
einem Wärmegesetz für Erneuerbare Energien wieder aufnehmen.“

CO2-Einsparung durch Erneuerbare Energien 99 Millionen Tonnen
Wasser, Wind, Sonne, Bioenergie und Erdwärme erbringen heute den Löwenanteil zur Reduzierung
klimaschädlicher CO2-Emissionen. Allein der Zuwachs Erneuerbarer Energien in 2006
hat zu einer zusätzlichen CO2-Reduktion von über 10 Millionen Tonnen geführt. Zum Vergleich:
Der Emissionshandel zwischen 2005 und 2007 hat zum Ziel, die Emissionen in der deutschen
Industrie um gerade einmal zwei Millionen Tonnen zu verringern.“
http://www.bee-ev.de/presse.php?pr=1143

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