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Sonntag, 3. Dezember 2006

Volker Pispers - Ausländerintegration

Bei Bigberta http://bigberta.twoday.net/
bin ich endlich mal wieder auf Volker Pispers gestoßen (bin eben auf youtube noch nicht heimisch).

Viel Vergnügen!
http://www.youtube.com/watch?v=U0JRfYZDHG8&eurl=

Pilze im Garten

Seit langem vergrabe ich oftmals Holz zum Verrotten im Garten. Vielleicht wachsen deshalb häufig Pilze bei mir. Vorgestern habe ich die letzten Schopftintlinge geerntet.

In diesem Frühjahr habe ich allerdings auch zwei Baumstämme mit Zuchtpilzen geimpft, den einen mit Shiitake-Brut, den anderen mit dem Limonenpilz.
Die Shiitake sollen frühestens nach 1-2 Jahren auftauchen. An diesem Stamm rührt sich noch nichts.
Die Limonenpilze können schon nach einem halben Jahr erscheinen. Der Kloben bietet jetzt dieses Bild.

Pilzzucht

Und was ist das nun? Limonenpilze doch wohl kaum.

Blow Up

blow up

Vor 40 Jahren war er Kult, obwohl die Bezeichnung "Kultfilm" noch nicht gebräuchlich war.
Ich sehe den Film heute und bin erstaunt - so modern, nichts ist angestaubt.
Die Kritiker habe durch die Jahrzehnte gebührend hervorgehoben, wie Meister Antonioni mit Wirklichkeit und Fiktion gespielt hat, sie ununterscheidbar machte usw.

Heute aber, es ist verblüffend, bewährt sich "Blow UP" als Abbild unserer Wirklichkeit. Thomas ist Starfotograf, Winner, beziehungslos wie Gott. Er benutzt oder verwirft die Menschenfiguren nach Lust oder Laune. Er hat sein profesionelles Gespür für den ästhetischen Reiz, für das Geschäft, für seinen Spaß. Ein nervöser, flexibler Beteiligter des Krieges all der vergnügten Menschenpuppen gegen all die vergnügten Menschenpuppen.
Wie draußen vor der Tür.

Land: Großbritannien 1966
Darsteller: David Hemmings (Thomas), Vanessa Redgrave (Jane)
Regie, Drehbuch: Michelangelo Antonioni
Produzent: Carlo Ponti

I Ging

i Gíng

Es macht mir größte Schwierigkeit, mit dem I Ging umzugehen.
Jetzt war ich soweit, meine Buchausgabe hier zum Verschenken anzubieten.

Doch vielleicht habe ich es falsch angefangen.
Was Hermann Hesse sagt, gibt mir zu denken. http://de.wikipedia.org/wiki/I_Ging
Ich werde es anders versuchen.

Wie nahe sind mir dagegen die altchinesischen Fabeln.
Wie herrlich läßt sich ihre "Pointenlosigkeit" gegen den heutigen Strich lesen!

Er sah niemand

Im Staate Qi lebte einmal ein äußerst goldgieriger Mann. In seinen besten Kleidern ging er eines Morgens auf den Markt und nahm sich dort an einem Marktstand ohne Scheu das begehrte Gold. Dabei ertappte ihn ein Büttel und fragte:
„Wie konntest du angesichts so vieler Leute so frech das Gold stehlen?“
„Als ich es nahm, hatte ich nur das Gold vor Augen – sonst sah ich niemand“, war seine Antwort.


Aus „Liezi“ wahrscheinlich von Lie Yükou, zwischen 7. und 5. Jahrhundert v. u. Z.

Das alte Lied, das alte Leid - Warum auch nach Emsdetten keine sinnvollen Ergebnisse der Debatte zu erwarten sind

Bastiasn B.

Zu gesellschaftlichen Zusammenhängen der Tat des Bastian Bosse hatte ich hier bereits geschrieben:
http://opablog.twoday.net/stories/3002270/

Telepolis ist zu danken, das Thema - gegen den Mainstream - noch einmal aufgegriffen zu haben.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24101/1.html

Der Verfasser Sven Slotosch, der eine Magisterarbeit über politische und mediale Reaktionen auf Erfurt geschrieben hat, stellt fest, warum die gründliche Ursachenanalyse solcher Bluttaten vermieden wird. Sie würde ins Wertezentrum dieser Gesellschaft führen.

Niemand hat den politischen Willen zur Ignoranz entschiedener ausgedrückt als die Bundeskanzlerin. Hier im Wortlaut ihre schändlichen Sätze:
"Wir müssen nicht verstehen und nachvollziehen, warum ein 19-Jähriger 16 Menschen und anschließend sich selbst erschossen hat. Aber wir müssen Konsequenzen ziehen, um ein weiteres Erfurt wenn nicht unmöglich, so doch weniger wahrscheinlich zu machen."

"Wer das Unverständliche verstehbar und das Unerklärbare erklärbar machen möchte, der muss aufpassen, dass er sich nicht – zumindest unterschwellig – auf die Seite des Täters stellt und versucht, das Unentschuldbare mit irgendwelchen Umständen zu erklären."

Angela Merkel, Bundestagsdebatte vom 03. Juli 2002


Die umfangreiche Diskussion bei Telepolis zeigt erneut, daß viele Menschen nicht mehr bereit sind, sich mit Politikergeschwätz nach Herrschaftsstrategien abspeisen zu lassen.

Die bitteren Ereignisse um diese jungen Menschen bohren im Herzen.

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