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Donnerstag, 16. November 2006

Ein Gartenjahr geht zu Ende

(Das nächste beginnt.)
Freude haben gemacht, und die hält an, unsere Kartoffeln. Sie schmecken wunderbar, sind mehlig, so wie wir es lieben, und sie werden noch auf Monate reichen.
Freude haben anfangs gemacht meine Lieblingspflanzen – die Tomaten. „Sweet Million“ hat uns begeistert aber auch „Balkonzauber“ und die russische „Tomate noir“. Wieder mußte ich die traurige Erfahrung machen, daß Tomatenkultur ohne konsequenten Regenschutz am Ende ein Mißerfolg wird. Ein Gewächshaus wird im nächsten Jahr dieser Sorge abhelfen. Es liegt schon „auf'm Hoff“ und harrt seines Aufbaus.
Unsere Bohnen haben uns verwöhnt, nicht in der Ertragsmenge aber im Geschmack und in der Bekömmlichkeit. Ich hatte wohl in der Annahme, daß mein Baustellenboden ziemlich arm ist, zu viel gedüngt (Hornspäne). So war ihre Wuchskraft enorm, der Fruchtansatz aber zu gering.
Eine Pleite waren unsere Endivien, wo uns doch nichts über Endiviensalat geht. Ich hatte darauf verzichtet, Jungpflanzen selbst zu ziehen, und zur Pflanzzeit konnte ich im ganzen Berliner Raum keine finden. Die ich dann noch ausgesät habe, waren natürlich viel zu spät und konnten den Zeitverlust nicht mehr aufholen. Lehre fürs nächste Jahr.
Völliger Mißerfolg die Gurken – Gurkenwelke. Um sie werde ich mich im nächsten Jahr sehr bemühen.
Zuverlässig wie immer, Kürbis, Zucchini, diverse Salate, erfreulich Petersilie, Basilikum, auch Dill; Melisse und Pfefferminze, Thymian und Rosmarin natürlich sowieso.
Und die Exoten?
Melonenbirne

Melonenbirne hat mich nicht überzeugt. Sie hatte eine guten Standplatz, wurde gut versorgt, setzte aber sehr spät Früchte an, und diese reiften bei weitem nicht aus, fingen vorher an zu faulen. Eine vielleicht viertelreife Frucht habe ich probiert: Wenn sie ganz reif würde..., vielleicht gar nicht so übel. Aber nicht bei mir.

Andenbeere

Begeistert hat mich die Andenbeere. Dabei fing es mit zwei Pleiten an. Ich wollte Jungpflanzen heranziehen, säte... und keine einziger Samen ging auf. Ich konnte solch totalen Ausfall nicht glauben, wiederholte den Versuch, und wieder war das Ergebnis Null.
Mit großem Zeitverzug hab ich dann eine gekaufte Pflanze gesetzt, der Platz war ungünstig, und ich hatte keine Ahnung von der Kultur und noch kein Gefühl für diese Pflanze. Aber sie wuchs sehr kräftig und gesund, hängte spät aber reichlich ihre schönen Fruchtlampions in den Garten, und kurz vor dem ersten Frost wurden etliche dieser Lampions gelb. Also Reife, und die darin enthaltenen Beeren schmeckten wunderbar. Andenbeere wird im nächsten Jahr einer der Stars.
Andere Exoten verirrten sich eigentlich nur zufällig in den Garten. Die Aubergine im Topf bescherte uns tatsächlich eine große wohlschmeckende Eierfrucht. Die Artischocke wuchs und wächst gemächlich vor sich hin. Eine Peperonipflanze, irgendwo an den Rand gestellt, lieferte schön glänzende Früchte.
Prächtig gedieh der italienische Palmkohl und jetzt stehen bereit schöner Grünkohl und Rosenkohl. Ziemlich geärgert haben mich die Raupen der Kohlweißlinge. Im nächsten Jahr verteile ich die Kohlpflanzen auf verschiedene Gartenstellen, sollen diese unerwünschten Gäste wenigstens suchen müssen.
Reichlich zum Ernsten bereit ist Topinambur. Wenn ich ihn nur lieber essen tät'. Weiß jemand, was man aus Topinambur Leckeres zaubern kann?

Grünkohl

Ja, das Bild vom Grünkohl ist paar Tage alt, als noch Winter war. Auf denn, ist der nächste Frühling schon zu ahnen?

Soweit unser kleiner Garten, der gar nicht so wenig Selbstversorgung bietet (wenn ich nämlich die Freude dazu rechne) .
Es geht aber auch ganz anders:
http://gebloggtewelten.wordpress.com/2006/11/16/einmal-um-die-ganze-welt/#comment-2684

Ina Mueller: Weiblich, ledig, 40

Ina Müller

"Bye bye Arschgeweih
Ich geb dich zum Lasern frei
out bist du mein Steisstattoo
unsre Jahre sind vorbei."

Diesen hübschen kleinen Werbevers möchte ich allen, die sich tapfer durch mein ernstes Opa-Blog quälen, nicht vorenthalten.
http://www.zweitausendeins.de/display/?d=2972

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