Habe ich einmal meine geduldigen Leser genötigt, meine persönlichen Gewichtsprobleme und Diätabsichten zur Kenntnis zu nehmen,
http://opablog.twoday.net/stories/2589543/
so ist nun eine erste Rechenschaft fällig.
Wog ich Ende August 86 kg, hatte ich Mitte/Ende September 85 kg erreicht und liege heute bei 84 kg.
Im Body-Mass-Index (BMI) ausgedrückt, der als halbwegs aussagekräftiger Maßstab gilt, entwickelten sich die Zahlen von 27,14 über 26,82 auf 26,51. Somit Tendenz ganz erfreulich, vom Ziel (BMI=25) aber noch weit entfernt.
Allerdings bekam ich jetzt, als ich auf der Website meiner Krankenkasse den BMI-Rechner anwarf
http://www.hek.de/ zu meinem größten Erstaunen einen Glückwunsch. Des Rätsels Lösung: Alters- und geschlechtsabhängig sei für mich ein Wert zwischen 24 und 29 normal.
Ich lese auch, daß der Anteil des Bauchfettes (im Bauchumfang leicht zu messen) ein genaueres Signal für Herz-Kreislauf-Risken sei als das Gewicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index
Ja, ja, fängt man erst einmal an, das Thema "Gesundheit" zu wälzen, geht's bald vom Hundertsten ins Tausendste.
Die Italienreise mit ihren Anstrengungen, dem hervorragenden Obstangebot bei gelegentlichem Einsparen einer „richtigen Mahlzeit“, hat eher Gewicht gekostet, obwohl wir doch einige Male ausgiebig und begeistert das volle italienische Menü genossen haben; zum Beispiel mit diesem Dessert, in einem ganz normalen, kleinstädtischen Straßenrestaurant.
(Im Vertrauen: Es sah toll aus aber war eigentlich nur eine Art Pudding.
Göttlich hingegen ist "Creme cotto" im Ristorante "Il Melarancio" in Ravenna!)
Immer wieder spüre ich, dass einer erfolgreichen Diät ein merkwürdiger Umschaltmechanismus zugrunde zu liegen scheint.
Früher konnte ich oftmals auf das zweite Stück Kuchen, auf den besonders schmackhaften fetten Käse, auf die Butter nicht verzichten. Es wäre mir wie ein Verlust an Leben vorgekommen, wie das Abschneiden von etwas Notwendigem, fast wie ein Ersticken, eine Art stille Panik.
Doch plötzlich (angeregt von Informationen, bedrängt von ernster werdenden Warnungen, sich endlich wieder einmal auf selbstkritische Reflexion einlassend), gelingt ein Umschalten des Erlebens. Nun spiele ich damit, nicht die Völle, sondern die Leere des Magens zu empfinden. Dann biete ich ihm schlicht Pellkartoffeln mit ein wenig Salz und Leinöl an (Die eigenen Kartoffeln aus dem Garten sind wirklich besonders delikat.) und… erlebe einen Genuß; einen Genuß, den ich mir nicht einreden muß, sondern der von sich aus Wiederholung verlangt.
Zwei Bedingungen noch, die dieses Umschalten braucht:
- Entspanntheit. Wenn ich esse, um mich dadurch von anderweitigen Spannungen zu lösen, hab ich schon verloren.
- Schmackhafte Nahrung! Obst, Gemüse, Brot, Milch, die das volle Aroma haben!