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"TR: Es gibt ein berühmtes Zitat des US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, der am Ende der katastrophalen Weltwirtschaftskrise den Amerikanern zurief, dass das einzige, was sie zu fürchten hätten, die Angst selbst sei. Sollten wir uns daran heute wieder erinnern?
Schneier: Die einzige perfekte Abwehrmaßnahme gegen Terrorismus ist, sich nicht terrorisieren zu lassen. Stellen Sie sich eine Sekunde lang vor, den britischen Verdächtigen wäre es gelungen, zehn Flugzeuge in die Luft zu sprengen. Danach gäbe es ein Chaos auf den Flughäfen, Verbote von Handgepäck und Politiker, die ein hartes Durchgreifen fordern. Das ist exakt das gleiche, was wir jetzt erleben. Je mehr wir uns von solchen Terrorszenarien terrorisieren lassen, desto mehr spielen wir Terroristen in die Hände.
Und wenn wir es dann auch noch zulassen, dass wir deshalb unsere Freiheiten und Grundrechte aufgeben müssen, gewinnen die Terroristen sogar, wenn sie vor dem Anschlag geschnappt werden. Im Umkehrschluss gilt: Lassen wir uns nicht terrorisieren, verlieren die Terroristen selbst dann, wenn sie ihr Ziel erreicht haben.”
So hart es angesichts potenzieller Opfer klingen mag - wenn wir uns von Terroristen terrorisieren lassen und gleichzeitig unsere eigenen Freiheitsrechte reduzieren, haben sie schon gewonnen.
Das gilt im Übrigen auch für den aktuellen Hype um die beiden Gasflaschen-Trottel, der derzeit von SpOn und anderen Seiten tropft. Wer sich von solchen Leuten einschüchtern lässt, hat verloren. Da helfen auch keine “Rail Marshalls”."