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Samstag, 8. Juli 2006

Eisenbahn Peking - Lhasa

Ein moderner Bahnhof für Lhasa
Bahnhof Lhasa

0.31 Uhr; der erste Zug kommt in Lhasa an
Erster Zug in Lhasa

Preise für Zugtickets nach Lhasa:
Bei Fahrten mit der Qinghai-Tibet-Eisenbahn gibt es drei Preisklassen: Sitzabteil zweiter Klasse, Schlafwagenabteil zweiter Klasse und Schlafwagenabteil erster Klasse. Die Preise der verschiedenen Anbindungen nach Lhasa sind:

Beijing - Lhasa (über 4000 Kilometer)
Sitzabteil zweiter Klasse: 389 Yuan (38,76 Euro)
Schlafwagenabteil zweiter Klasse: 813 Yuan (81,01 Euro)
Schlafwagenabteil erster Klasse: 1262 Yuan (125,75 Euro)

Die am höchsten gelegene Eisenbahnstrecke der Welt erstreckt sich über 1956 Kilometer von Xining nach Lhasa. Rund 960 Kilometer der Gleise liegen in über 4000 Meter Höhe. Der höchste Punkt liegt bei 5072 Metern, rund 200 Meter höher als die peruanische Andenbahn, die einstmals höchstgelegene Eisenbahnstrecke der Welt.

Quelle: http://russian.china.org.cn/german/75809.htm

Abu Dhabi bekommt Guggenheim-Museum

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, wird bis 2011 das weltweit größte Guggenheim-Museum entstehen....
weiter: http://alsharq.blogspot.com/2006/07/abu-dhabi-bekommt-guggenheim-museum.html

Demokratie lernen - Christoph Strässer im Interview

Über Ramstein in den Irak

Über Ramstein in den Irak-Krieg

Mit gemischten Gefühlen lese ich das Interview mit dem Bundestagsabgeordneten der SPD in der „Jungen Welt“. http://www.jungewelt.de/2006/07-08/048.php
An den ehrenwerten Absichten von Herrn Strässer, Mitinitiator des Krefelder Appells Anfang der 80er Jahre, zweifle ich nicht.

Er nennt den Irak-Krieg der USA völkerrechtswidrig und Angriffskrieg. Trotzdem sei seine Unterstützung durch die BRD im Rahmen von NATO-Verträgen zu rechtfertigen. Für die Zukunft freilich müssten diese Verträge auf den Prüfstand.

Den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr im Rahmen von ISAF hält er für legitim, und er hofft („geht davon aus“), dass sich auch das Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr im Rahmen dieses Mandats bewegt. Der Bundestag muß zustimmen, wenn das KSK im Ausland eingesetzt wird. Zugleich räumt Strässer ein, dass dieser Komplex „einem umfassenden Geheimhaltungsvorbehalt“ unterliegt. „Mir ist als Abgeordneter zu den konkreten Einzelheiten und Ergebnissen des KSK-Einsatzes nichts bekannt.“

Herr Strässer hat sich für den Kongo-Einsatz der Bundeswehr stark gemacht, weil „es den ausdrücklichen Wunsch gab, dass europäische Helfer in den Kongo kommen, um den Wahlprozess zu unterstützen.“ Freilich kennt er auch Gegenstimmen. „Ich kann nicht bestreiten, dass in einigen Überlegungen die Ressourcenabsicherung zugunsten westlicher Interessen eine Rolle spielt.“ Das hält Strässer für falsch, letztlich hoffte er aber, dass durch mehr politische Stabilität die Bürger Kongos schließlich doch einen Vorteil haben.
Er weiß, dass seit langem auch deutsche Stellen beteiligt sind, den Bürgerkrieg anzuheizen. Das sei „ein Fall für den Staatsanwalt.“, doch die Ermittlungen würden „nicht sehr nachdrücklich betrieben“.

Mir bleibt das unbefriedigende Bild eines ehrlichen Parlamentariers, der menschenfreundliche, friedfertige Absichten verfolgt aber immer wieder durch die „Tücken des Systems“ dahin gebracht wird, den miserablen Zustand zu dulden, zu verlängern, zu verschlimmern. Den besten Vorsätzen stellen sich Verträge, Geheimhaltungsbeschlüsse, skrupellose Lobbyisten, säumige Staatsanwälte usw. usw. entgegen.

Eine Tücken-Demokratie, die wohl am besten mit parlamentarischen Kretins funktioniert.

Das Nibelungenlied

Nibelungen1

Hebbel sagt: “Das Nibelungenlied kommt mir jetzt, wo ich mich viel damit beschäftigen muß, wie ein taubstummes Gedicht vor, das nur durch Zeichen redet.“

Mich hat schon immer die kraftvolle Schönheit dieser Dichtung gefesselt (Heine meint kritisch, es sei wie aus Quadersteinen gefügt.). In dem düsteren Mythos von Treue und Schicksal glaubte ich eine Art poetischen Schlüssel zu finden, um den Urgrund dessen zu begreifen, was man „deutsche Misere“ nennt.

Jürgen Lodemann (Siegfried und Krimhild“, 2002), unternimmt den groß angelegten Versuch, den Deutschen einen neuen Siegfried zu schenken, gleichsam eine Lichtgestalt aus matriarchalem Urethos und antiker Aufklärung, zugleich Übermensch von elementarer Kraft und feinster Ausbildung. Das ist spannend geschrieben, und nur zu gern lasse ich mich von den schönen Möglichkeiten mitreißen.
Und unterliege damit schon wieder dem deutschen Kardinalfehler – der tatenlosen Schwärmerei?

Das Lesevergnügen hält an aber das Bedürfnis wächst, exakter zu erfahren, „wie Siegfried wirklich war“. Wenn mir ein idealer-ideologischer Superheld begegnet, werde ich skeptisch.
Wird am Ende die realistische Sicht auf eine große Figur in ihrem historischen Widerspruch stehen?


Das Bild übrigens findet sich hier:
'A Comparison of the Use of Leitmotifs in Richard Wagner's "Der Ring des Nibelungen" and John Williams' "Star Wars"'
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://165.29.91.7/cultfair/99-00/MartinJ/SiegDarth.jpg&imgrefurl=http://165.29.91.7/cultfair/99-00/MartinJ/home.htm&h=353&w=623&sz=57&hl=de&start=59&tbnid=qPzicvZkfHXDnM:&tbnh=75&tbnw=134&prev=/images%3Fq%3Dnibelungen%26start%3D40%26ndsp%3D20%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr%3D%26sa%3DN

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