Hab ich eigentlich schon verkündet, wie großartig sich in diesen Tagen die Wärmedämmung bewährt? Dämmung gegen Wärmeverlust im Winter, das leuchtet jedem ein. Doch heute geht es um Schutz vor unerwünschtem Wärmegewinn. Und es funktioniert. Draußen sind 36,7 °C; drinnen bleibt, wenn die Tür geschlossen ist, das Thermometer bei 26°C stehen. Es ist richtig angenehm; nichts von der „Barackenatmosphäre“, die manche mit „Holzhaus“ in Verbindung bringen.
Und im Garten?
Pflanzen und Menschen lechzen nach Erfrischung. In früheren Jahren (der Berufstätigkeit) hatte ich meinen Garten dazu „erzogen“, bis zu zwei Wochen ohne mich auszukommen. Ausgewählte Kulturen und dicke Mulchschichten machten es einigermaßen möglich.
Heute wohne ich neben den „grünen Kindern“ und kann sie ein wenig verwöhnen.

Dreh- und Angelpunkt ist unser kleines Planschbecken (für wenig Geld als Kindersandkasten im Baumarkt gekauft). Es fasst knapp einen Kubikmeter Wasser. Mensch kann sich darin wunderbar erfrischen. Morgens wird es für die Bewässerung leer gepumpt. Dann füllt der Brunnen es wieder auf. Sein Wasser aus 25m Tiefe hat sommers wie winters zwischen 10 und 12°C. Jetzt, am späten Nachmittag, draußen waren um die 35 °C, hatte das Wasser 18°C erreicht. Morgen früh, notfalls auch schon abends, ist es mit pflanzenfreundlicher Temperatur zur Bewässerung geeignet, und der Kreislauf beginnt von neuem. Spezielle Anlagen zur Reinigung, Filterung sind bei diesen häufigen Wechseln überflüssig.
Ein Segen ist unser unerschöpflicher Brunnen!
(Welch ein Erlebnis es war, damals vor 25 Jahren, als wir ihn gebohrt hatten (Maxe Röder lebte noch), und das erste Wasser sprudelte aus der Erde!)
Noch vor einem Jahr hab ich alles Wasser zünftig mit der Handschwengelpumpe gefördert.
Diese Nostalgie ist nun vorbei.
Es geht mir gut bei dieser Hitze im Garten.
Wenn man Ochs wär, würde man auf seinem Glück hocken und sich um nichts anderes kümmern.