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Sonntag, 2. Juli 2006

beschwingt

beschwingt

Glühwürmchen

Ziemlich genau vor drei Jahren machte ich eine meiner letzten mittleren Verrücktheiten. Ich fuhr mit dem Fahrrad von Berlin nach Sylt und zurück, in acht Tagen. Hier ein Bild vom Start zur Rückfahrt.

ick in Moorsum

Natürlich gehörte zum Abenteuer das Übernachten irgendwo in Wald oder Feld. In der ersten Nacht probierte ich aus, wie es ohne Zelt geht, wurde aber sehr genervt von all den Krabbel- und Fliegegeistern, die mich untersuchenswert fanden. In den Folgenächten staunte ich dagegen, welch ein Gefühl von Schutz und Sicherheit die einfache Zeltwand bietet.

In dieser ersten Nacht konnte ich, übrigens zum ersten Mal in meinem Leben, unzählige Glühwürmchen beobachten. Zu diesem Thema ein Text, den ich im Gartenkalender von Pötschke fand:
„Wenn die Glühwürmchen jetzt in warmen Juninächten Hochzeit halten, ist es wunderschön, diesem Tanz der feurigen, kleinen Irrlichter zuzuschauen…. Die Tierchen, die sich als Larven ausschließlich von Schnecken ernähren, sind… auf intakte, naturnahe Landschaftsräume mit Hecken, Waldsäumen, feuchten Wiesen und kalkhaltigen Böden angewiesen, und sie verlöschen bei der kleinsten Störung oder Erschütterung.
Die Geschlechter finden ausschließlich über ihre Lichtsignale zueinander. Beim Großen Johannisglühwürmchen, auch Großer Leuchtkäfer genannt, leuchten nur die Weibchen. Die Blinklichter strahlen dabei von einer festen Position aus. Glitzern und blinken bewegliche Lichter, können das beide Geschlechter des selteneren Gemeinen Glühwürmchens sein. Die flügellosen Weibchen ähneln einem Wurm, daher kommt der Name „Glühwürmchen“….
Die „Biolumiszenz“ wandelt 80% bis 92% der Energie in Licht um, Glühlampen im Vergleich dazu nur max. 4%, Energiesparlampen 20%.“

Bei Wikipedia sind natürlich noch weitere interessante Informationen zu finden, darunter diese:
„Weibchen aus der Gattung Photuris können die Blinksignale von Photinus-Weibchen nachahmen (Mimikry). Damit locken sie Photinus-Männchen an, um sie zu verspeisen. Einige Photuris-Arten haben sogar ein ganzes Repertoire von Signalen verschiedener Photinus-Arten, je nachdem welche Art gerade unterwegs ist.“

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