kostenloser Counter

 

Mittwoch, 29. März 2006

Als Adam grub…

Zwei Tage mit Temperaturen um 15°C gehörten natürlich ganz und gar dem Garten. Jetzt die schon im Herbst wohl vorbereiteten Beete bestellen… Schön wär’s.

Bei uns sieht es in diesem Jahr ganz anders aus. Bis zum Dezember hatten wir hohe Zeit des Hausbaus. Den Garten hatten wir im ganzen letzten Jahr nicht nur aus Zeitmangel vernachlässigen müssen; noch mehr hat es ihm geschadet, dass er für alles herhalten musste - Lagerplatz, Zwischenlagerplatz, Montageplatz, Reparaturwerkstatt, Abfallsammelpunkt; es gab nichts, wofür er nicht gebraucht wurde.

Aber wir haben ein ehrgeiziges Ziel, obwohl noch viele Bauarbeiten warten: Der Bau soll uns nicht auffressen - in diesem Jahr soll unser Garten wieder schön werden.

Insgeheim spekulierte ich auf einen milden Winter. Schon Ende Februar würde ich die meisten Erdarbeiten bewältigen. Pustekuchen!
Seit gestern also bin ich dran. Ungefähr 50 Kubikmeter Erdmasse der verschiedensten Art muss ich bewegen. Es ist eine richtig komplexe Aufgabe. Mit Bedacht hatte ich alles gesammelt und gelagert und jetzt soll jedes an seinen Platz, ohne Doppelarbeit, ohne dass ich mich selbst behindere, möglichst so, das es sich gegenseitig ergänzt und fördert. Es macht einen Riesenspaß, zu erleben, wie alles seinen Platz findet, gebraucht wird. Es gibt nichts Minderwertiges. Es gibt nichts, was „weg“ muss.
Da sind die großen Mengen Mutterboden. Da ist der letzte Rest reifen Komposts. Da ist ganz tote Erde, der reine Sand. Da ist Lehm, fast schon Ton. Er kam zum Vorschein beim Ausheben der tiefen Abwassersammelgrube. Ihn habe ich gehütet, damit er dereinst meinen allzu leichten Gartenboden verbessert. Da sind Steine verschiedensten Kalibers, da ist Holz aller Art. Mulchmaterial habe ich gesammelt. Beim Bauen fallen Mengen von Wellpappe an. Regenwürmer lieben sie besonders. Da sind sogar noch Tomatenpflanzen aus dem Vorjahr. Sie sollen am neuen Tomatenplatz ihren Nachfolgern den Start erleichtern. Schließlich kommt noch hinzu die „verbrauchte“ Erde aus einem Hochbeet, das eingeebnet wird…

So grabe ich in feuchter, duftender Erde; füge zusammen, was die Geburtsbetten unserer vielen, vielen, grünen Kinder werden sollen. Etliche warten schon. Ich muss mich sputen. Doch die Schwere der Arbeit duldet keine Hast. Ihre Schönheit ebenfalls nicht.
Ich strenge mich an und bin mit der Luft, dem Regen, der Sonne im Bunde. Es wird bestimmt gut werden.

Aktuelle Beiträge

Aufs Maul geschaut
Eigentlich tue ich mir Reden unserer Kanzlerin nicht...
kranich05 - 2009/11/08 11:44
unzeitgemäße...
Die Thesen, die ich vor zwanzig Jahren geschrieben...
kranich05 - 2009/11/06 22:50
traurig
sehr traurig so einem verfall zuzuschauen, ich lebe...
rené talmon l'armée (Gast) - 2009/11/06 14:37
Vor 20 Jahren in Berlin
Mehr bei tageundjahre.de
kranich05 - 2009/11/04 21:47
Soviel Interessantes...
Sogar zu den - man soll es nicht glauben - Deutschen...
kranich05 - 2009/11/04 17:42

Archiv

März 2006
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 3 
 6 
12
20
 
 
 

RSS Box

Suche

 

Status

Online seit 1422 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2009/11/08 11:46

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)

twoday.net AGB


911
alternative Medien
Augenweide
Blog und Tagebuch
DDR-Stimmen
Gaumenfreuden
Gesundheit, Alter, Tod
Haus, Garten, Hund
Hebbel
kein Witz
Kino
Krieg
Kunst
Kunstpostkarten
Lenin
Liebe & Sex
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren