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Dienstag, 21. März 2006

Heute wäre Peter Hacks 78 Jahre alt geworden

Du sollst mir nichts verweigern

Du sollst mir nichts verweigern.
Ich will den letzten Rest.
Geht eine Lust zu steigern,
Ein Schurke, wer es lässt.
Gehabtes Glück hilft sterben.
Der Tod, er soll nichts erben
als blankgeleckte Scherben
Und Schläuche ausgepresst.

Der Vater der Genüsse,
der alte Knochenmann,
Hängt an die tiefsten Schlüsse
Doch seinen tiefern an.
Boviste und Planeten
Das Schicksal der Poeten…
Er drückt uns an die Gräten,
Mein Liebchen, und was dann?

Drum glaubt den tausend Zeigern
Der Welt, die nimmer ruhn.
Du sollst mir nichts verweigern.
Wir müssen lieben nun,
Bis einst aus freien Stücken,
Gesättigt mit Entzücken,
Wir unsrer Füße Rücken
Still voneinander tun.

Fragebogenscheiß, Politikerscheiß

Der Lawblogger hatte es frühzeitig gesagt:
„Insbesondere die Fragen 80 bis 97 sind ja so erbärmlich. Der Verfasser scheint von der Comedy-Industrie bestochen. Das gibt Gags für Jahrzehnte.“
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/03/15/kreidefelsen/

Er hatte ja sooo Recht. Zu solcher Steilvorlage musste auch ich meinen Senf geben: http://opablog.twoday.net/stories/1718202/

Aber der Operetten-Horror geht immer weiter.
Dass Angie zustimmt, nicht ohne sensibel ihr Köpfchen zu wiegen („Die eine oder andere Frage…. na, vielleicht…“) konnte den nicht überraschen, der ihren christlich-verlogenen Stil einmal kapiert hat.
Nun holt Telepolis Schäuble, den Anheizer im Hintergrund, noch mal ins Blickfeld:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22296/1.html

Realsatire! Meckie hat es wiederholt festgestellt, das Leben überholt jede Satire.
Oder anders:
Es gibt Zeiten, da ist es schwer, eine Satire zu schreiben.
Es gibt Zeiten, da ist es schwer, keine Satire zu schreiben.
Und es gibt unsere Zeit, in der die Satire von morgen schon heute kalter Kaffee ist.

Für derlei aussichtslose Fälle sagte der alte Marx:
"Aber die Waffe der Kritik kann die Kritik der Waffen nicht ersetzen."

Trotzdem,
einer noch:
http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=10087572&forum_id=95044

dumme Fragen

"Die schönen Bilder sind ihr zur Last geworden. Zu gut passt Ursula von der Leyen – ihr Vater ist der einstige niedersächsische Ministerpräsidenten Ernst Albrecht – ins Klischee der Tochter aus begütertem Haus, die glaubt, ihr liege die Welt zu Füßen..."
(http://www.tagesspiegel.de/dritte-seite/archiv/20.03.2006/2421232.asp)

Ernst Albrecht - war da nicht was in grauer Vorzeit? Zu Treuhandzeiten?
Als das Eisenhüttenwerk Thale verkauft wurde? für 1 Mark? An Ernst Albrecht?
Dann saniert, plattgemacht, war ja total "marodde"? Aber vorher das Ferienheim des Werks verkauft? Für eine Million? Ernst Albrecht, ein frühes Heuschrecklein?

EHWThale1EHWThale2












"Von dem stolzen Eisenhüttenwerk Thale ist bis auf ein paar Kleinbetriebe nur noch ein riesiger Parkplatz übrig geblieben. Das ist Sanierung nach "Wessie-Manier" durchgeführt vom einstigen niedersächsichen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht.

Ernst Albrecht, wir Harzer danken dir dafür!

Das gesamte Werksgelände erworben für die symbolisch Mark, plattgemacht - Entschuldigung saniert -. Nun wachsen hier Wildblumen wo einst über 10.000 Menschen Beschäftigung fanden. Ebenso verschwunden die Zeugen der Eisenbahngeschichte - die Gleise der H.B.E., der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn!"
Und mehr aus dem schönen Harz:
http://www.harz-bahnen.de/Blankenburg-Thale.htm

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