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Samstag, 18. März 2006

Holzbau – unser Blockhaus

Holzbau
Wir hatten uns schon fürs Holzhaus entschieden, noch bevor diese kesse Maid ihre Anziehungskraft entfalten konnte. Aber, einmal gebaut, hat der Mensch ja immer wieder im Baumarkt zu tun und freut sich aufmunternder Begegnungen.

Die Bohlen unseres Blockhauses sind 10cm dick. Wir verbrachten fast den ganzen Winter im neuen Haus und sind von der Atmosphäre, die sich hier einstellt, sehr angetan. Es ist genau eingetroffen, was immer behauptet wird: Die Holzwände geben ein solches Gefühl der Wärme, das uns die Temperatur immer etwa 2°C wärmer empfinden lässt als bei steinernen Wänden.

Die Baufirma pflegt, aus mir unerfindlichen Gründen, die Wärmedämmung innen anzubringen. Die schönen Blockbohlen sind außen, und innen ist man von Gipskartonplatten umgeben. Ich habe die Wärmedämmung selbst gemacht, etwa einen Monat hat das gedauert, und sie natürlich außen angebracht. Bauphysikalisch dürfte das eindeutig besser sein, sagen die Fachleute (weil damit der „Taupunkt“ nach außen wandert). Fürs Wohnen ist es viel angenehmer überall massives Holz zu haben (nicht zuletzt beim Anbringen von Befestigungen aller Art) und schließlich wird auch noch Raum gewonnen. Das sind an jeder Außenwand zwar nur 13cm (Dämmstoffdicke und Verschalung) aber „Kleinvieh macht auch Mist“. Schließlich waren wir unseren finanziellen und ebenso ökologischen Argumenten gefolgt und haben so klein wie möglich gebaut.
Ein Vorteil der Innenverschalung sei nicht verschwiegen: Installationsleitungen aller Art lassen sich so bequemer verstecken.
Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich noch, dass die Dämmung im Dach (immerhin 18cm) zwischen den Sparren erfolgte. Sie muss wohl auch ganz ordentlich sein, denn der Schnee blieb, obwohl das Dach ziemlich steil ist, ‚ne ganze Weile liegen.
Und so sieht’s aus.
Blockhaus1

Das Blog und die Leser

Mein Blog mache und beobachte ich ja noch nicht lange. Schon in den ersten Tagen musste ich erkennen, dass die Kommentare keineswegs in Massen sprudeln. Es wäre gelogen zu behaupten, das wäre mir egal. Natürlich gibt es Kommentare und Kommentare, und auf manche, die woanders gehäuft auftreten, verzichte ich gern.

Ich muss wohl akzeptieren, dass mein Blog (angefangen bei seinem Namen) sich an eine „Zielgruppe“ wendet, die in der Blogsphäre nicht so massenhaft vertreten ist. Und dann bevorzuge ich wohl auch eine Thematik (und Darstellungsweise) die für die heutige Zeit und Mainstream-Redeweise etwas, na, sagen wir mal, sperrig ist. Das soll auch so bleiben.

Ich will aber auch bescheiden bzw. realistisch bleiben: Ich sitze auf meiner Scholle, rings um mich Dorf und Wald und spreche im Lauf einer Woche vielleicht mit 10, 12 Leuten. Da ist es für mich eine enorme Öffnung, nun jede Woche von 100 bis 150 Lesern wahrgenommen zu werden, mit steigender Tendenz. Gut ein Drittel davon kommt wiederholt auf mein Blog. Das freut mich ebenfalls. Die Zeit wird es zeigen, ob oder wie sich da ein kleines Netz entwickelt. In dieser Richtung kann ich mir manches Erfreuliche, Lebendige vorstellen, jenseits fragwürdiger Phänomene von Massenbloggerei und Bloggerhierarchien. Aber auch unterschieden von, sozusagen, „Fachblogs“, die ich in großer Vielfalt wünsche und schätze.

Ob in solchem Netz nun die „richtigen“ Themen gewälzt werden? Ich wage es nicht zu bewerten. Wirklich nicht.
In meinem Kopf gehen Karikaturenstreit und Ofenbau und Stasi und Tomatensamen und 500 Jahre Kolonialismus und Wintermüdigkeit und Frauenakt und Vieles mehr zusammen. Das bringt mein Blog. Mag Jede(r) nehmen, was sie, was er will.

Winter ade!

Ihr Ungeduldigen, habt Ihr dem Winter genug gedankt?
Wo er doch all das, was leben und reifen durfte, schließlich aber alt und krank werden musste, zur Ruhe geleitet hat. Wer hat denn alles eingehüllt in weiche, weiße Decken und – uns schlafen lassen, alle Mühsal vergessen lassen, freundliche Träume gaukeln lassen? Wer hat dem Hauen und Stechen der kleinen und großen Quälgeister wenigstens zeitweilig Einhalt geboten? Zeit zum Besinnen hat er uns gegeben. Ja, offenkundig glaubte er, dass wir sehr viel Zeit nötig hatten. (Er hat sie gesehen, die traumatischen Schläge, die das Leben uns versetzte.)

Aber Ihr habt Recht. Jetzt sind wir ausgeschlafen. Wir strecken die steifen Glieder. Mein Schneemann ist heute umgesunken. Morgen lächelt ein halbes Stündchen die Sonne. Und Röcke und Tücher und freie Haare flattern bald wieder in wärmerer Luft.

Ein Winterdank, der nicht entstanden wäre, ohne
http://barbaralehner.twoday.net/stories/1697325/#comments

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