Holzbau – unser Blockhaus

Wir hatten uns schon fürs Holzhaus entschieden, noch bevor diese kesse Maid ihre Anziehungskraft entfalten konnte. Aber, einmal gebaut, hat der Mensch ja immer wieder im Baumarkt zu tun und freut sich aufmunternder Begegnungen.
Die Bohlen unseres Blockhauses sind 10cm dick. Wir verbrachten fast den ganzen Winter im neuen Haus und sind von der Atmosphäre, die sich hier einstellt, sehr angetan. Es ist genau eingetroffen, was immer behauptet wird: Die Holzwände geben ein solches Gefühl der Wärme, das uns die Temperatur immer etwa 2°C wärmer empfinden lässt als bei steinernen Wänden.
Die Baufirma pflegt, aus mir unerfindlichen Gründen, die Wärmedämmung innen anzubringen. Die schönen Blockbohlen sind außen, und innen ist man von Gipskartonplatten umgeben. Ich habe die Wärmedämmung selbst gemacht, etwa einen Monat hat das gedauert, und sie natürlich außen angebracht. Bauphysikalisch dürfte das eindeutig besser sein, sagen die Fachleute (weil damit der „Taupunkt“ nach außen wandert). Fürs Wohnen ist es viel angenehmer überall massives Holz zu haben (nicht zuletzt beim Anbringen von Befestigungen aller Art) und schließlich wird auch noch Raum gewonnen. Das sind an jeder Außenwand zwar nur 13cm (Dämmstoffdicke und Verschalung) aber „Kleinvieh macht auch Mist“. Schließlich waren wir unseren finanziellen und ebenso ökologischen Argumenten gefolgt und haben so klein wie möglich gebaut.
Ein Vorteil der Innenverschalung sei nicht verschwiegen: Installationsleitungen aller Art lassen sich so bequemer verstecken.
Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich noch, dass die Dämmung im Dach (immerhin 18cm) zwischen den Sparren erfolgte. Sie muss wohl auch ganz ordentlich sein, denn der Schnee blieb, obwohl das Dach ziemlich steil ist, ‚ne ganze Weile liegen.
Und so sieht’s aus.

kranich05 - 2006/03/18 21:08