Man könnte meinen, „Identität“ sei eines der einfachsten Themen.
Jemand ist, was er ist. Punktum. Wo ist das Problem?
Ganz so einfach scheint es aber doch nicht zu sein. Wozu sonst eine Überschrift
Wider die Tyrannei der "Identität" bei
http://che2001.blogger.de/stories/400268/#comments.
Che will schöpferische Zerstörung,
„die Aufweichung und Veränderung der deutschen Kultur durch fremde Einflüsse und die Veränderung der Kultur der Einwandernden durch Vermischung mit der deutschen Kultur, eine Transformation der bestehenden Kultur durch Synthese, kurz: Der Schmelztiegel.“ und scheißt deshalb „auf jede ethnische Identität“.
Ihm erscheint Identität als etwas nur Abgrenzendes, Starres, Totes, dem ein „freies Fluten“ entgegengesetzt werden muß.
Im Gegensatz dazu schließt meine Auffassung von Identität den Unterschied, ja, den Gegensatz IN SICH SELBST ein. Jemand ist und ist zugleich sein Gegenteil. Eben weil er das ganz Andere in sich hat, kann er an das Andere der Fremden „andocken“. Er kann sich sozusagen „teilverflüssigen“, kann „sich verschweißen“ mit dem Fremden, ohne dabei völlig zu verfließen, wie ein Eimer Wasser in der Wüste.
Ich glaube immer noch, dass die Vereinigung in Liebe der lustvollste so verstandene Schmelztiegel ist.
Das Wissen um das Andere in sich selbst und der vernünftige Umgang damit, sind die Voraussetzung.