kostenloser Counter

 

Montag, 20. Februar 2006

Neues Projekt 3 – antifaschistisch

Heinz Dieterich 3897066521_90x141
(Seite 116) erwähnt das Diktum Horkheimers, dass „wer vom Kapitalismus spricht auch über den Faschismus sprechen muss“.
Weiter heißt es bei Dieterich:
Das großbürgerliche Interesse verteidigt sehr wohl die formale Demokratie. Wo die Menschen jedoch darüber hinaus streben und realen demokratischen Einfluss verlangen, besteht die Strategie zunächst darin, sie durch hohes Konsumtionsniveau „ruhig zu stellen“.
Wenn es den Machthabern nicht mehr gelingt, diese materielle Lebensqualität der Massen zu garantieren (oder füge ich hinzu: Wenn sie zu der Einschätzung gelangen, dass dies eigentlich ein überflüssiger Aufwand ist), wird dieses „zentrale Kohäsionselement bürgerlicher Demokratie“ brüchig. Wachsende Schwierigkeiten führen zu „verschärften nationalen Verteilungskonflikten, die ihrerseits den Demokratieabbau des Staates vorantreiben.“ Im Ergebnis kommt es (bei Fortexistenz der Formaldemokratie) zur Akzeptanz „doppelter Standards“ also Wertezerstörung und damit zugleich zu einem Einsickern faschistischer Verfahrensweisen in den Alltag der Gesellschaft.

In unserem gegenwärtigen Gesellschaftszustand, so scheint mir, ist nicht der Paukenschlag einer neuen faschistischen Machtergreifung die nächstliegende Gefahr, sondern viel mehr die Gewöhnung von Mehrheiten an vorerst begrenzte Einzelerscheinungen faschistischen Charakters, die formaldemokratisch gewählte Politiker zu verantworten haben.
Das USA-Gefangenenlager Guantanamo ist ein solcher nun schon jahrelang ertragener faschistischer Pfahl im Fleisch der westlichen Demokratie.
Der israelische Mauerbau treibt eine Gettoisierung der Palästinenser voran, die Menschen- und Völkerrecht vorsätzlich missachtet.
Allerjüngste Meldungen über „unvermeidbare Tötungen Kranker“ im vom Hurrikan „Katrina“ bedrohten New Orleans
http://derstandard.at/?url=/?id=2348270 gefunden bei http://rebellmarkt.blogger.de/
offenbaren, wenn sie sich denn bestätigen, eine tief in der „Zivilgesellschaft“ vorhandene Bereitschaft zu faschistischer Lebensvernichtung, die wahrhaft Grauen erregt.

Übrigens, dass wir fast nichts darüber erfahren, was in New Orleans den Menschen geschah und geschieht, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die westliche Meinungsindustrie ihre Aufgabe der Informationsverhinderung erfüllt.

Aktuelle Beiträge

Aufs Maul geschaut
Eigentlich tue ich mir Reden unserer Kanzlerin nicht...
kranich05 - 2009/11/08 11:44
unzeitgemäße...
Die Thesen, die ich vor zwanzig Jahren geschrieben...
kranich05 - 2009/11/06 22:50
traurig
sehr traurig so einem verfall zuzuschauen, ich lebe...
rené talmon l'armée (Gast) - 2009/11/06 14:37
Vor 20 Jahren in Berlin
Mehr bei tageundjahre.de
kranich05 - 2009/11/04 21:47
Soviel Interessantes...
Sogar zu den - man soll es nicht glauben - Deutschen...
kranich05 - 2009/11/04 17:42

Archiv

Februar 2006
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 5 
 9 
11
13
19
22
27
 
 
 
 
 
 

RSS Box

Suche

 

Status

Online seit 1422 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2009/11/08 17:53

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)

twoday.net AGB


911
alternative Medien
Augenweide
Blog und Tagebuch
DDR-Stimmen
Gaumenfreuden
Gesundheit, Alter, Tod
Haus, Garten, Hund
Hebbel
kein Witz
Kino
Krieg
Kunst
Kunstpostkarten
Lenin
Liebe & Sex
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren