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Donnerstag, 2. Februar 2006

Franz

freute sich seiner neuen Olympia und fotografierte das Bundeskanzleramt.
Oder muß man heute Bundeskanzlerinnenamt sagen?

Bundeskanzleramt

Tamarillo (nicht Tamarinde)

Tamarillo
Auch Baumtomate wird sie genannt, dabei erinnert ihr Geschmack kaum an Tomaten. Wie eine große Eierpflaume sieht sie aus - und hat mit denen doch gar nichts zu tun.
Ursprünglich stammt sie aus dem Hochland von Peru, wird aber heute überall in den Tropen angebaut.
Man halbiert die frischen Früchte und löffelt sie aus. Das innere, wässrige Fruchtfleisch schmeckt köstlich mild säuerlich, ganz wenig süßlich, und dann ist da noch ein weiterer feiner Aromaanteil zu spüren. Früher habe ich mich darüber mokiert, wenn der Geschmack mancher Apfelsorten als „parfümiert“ bezeichnet wurde. Und nun möchte ich am liebsten diesen Begriff verwenden.
Zur Schale hin ist das Fruchtfleisch weniger saftig. Es bleibt weich, wird fast mehlig, und ein Bittergeschmack mischt sich ein. Direkt unter der (dünnen) Schale ist es am Bittersten.
Ich hab’ ja die Geschmacksqualität „bitter“ erst lernen müssen. Heute liebe ich sie, besonders beim Löwenzahn und würde sicher, bei regelmäßigem Verzehr, auch den Bitterstoff der Tamarillo schätzen lernen.
Gut vorstellbar übrigens, dass die Tamarillo bestens zum Verfeinern pikanter Soßen geeignet ist.
Leider wird sie, bei einem Stückpreis von 1,45 €, nur selten auf meinem Speisezettel zu finden sein.

Gefühlte Hetze

Freiheitliche Presseorgane in Dänemark und anderswo meinten wohl, viel Feind, viel Ehr.
Top Terrorist Osama war ihnen viel zu klein, Atombomben-Musharraf zu belanglos, Tyrannendynastie Saud wohl zu ölig. Mindestens der Prophet Allahs musste es sein.
Sie landeten eine wohlgezielte Breitseite gegen KEINEN der muslimisch-fundamentalistischen Übeltäter, wohl aber gegen ALLE Muslime.
Natürlich ging die Kalkulation auf: Jetzt schäumen überall die Extremisten.
Die Freiheitler lassen sich nun bewundern in der theatralischen Pose des „Verteidigt die Meinungsfreiheit!“ und gönnerhaft: „Ihr Muslime, lernt erst mal...“

Ja, die Menschen im Nahen Osten haben, wie alle Menschen, viel zu lernen. Sie werden es, mit oder ohne Allah, tun.
Wir sollten Unseres tun: Den Mächtigen im Westen klar machen, dass weder militärische noch geistige Gewalt, den Anspruch des Westens auf arabisches Öl rechtfertigt.

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