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Mittwoch, 1. Februar 2006

Atomarer Wahnsinn

Die neuen Kriege, die in unseren Tagen gezeugt werden (allesamt unter der Hauptüberschrift des „Kampfes gegen den Terrorismus“), werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den Einsatz von Atomwaffen bringen. Diesmal nicht als einzigartige verbrecherische Tat, die nur im Schatten der einzigartigen Verbrechen des deutschen Faschismus verübt werden konnte, sondern als Element eines weithin akzeptierten Kriegsalltags in moderner Zeit.
So wie Guantanamo in völker- und kriegsrechtlicher Sicht den (weithin widerstandslos akzeptierten) Rückfall unserer Gesellschaften in ein vorkulturelles Stadium signalisiert, so beweist das, was ich als „komplexe politisch/ideologisch/massenmediale Arbeit für den Atomwaffeneinsatz“ umschreiben möchte, dass der atomare Countdown in unserer Mitte angekommen ist. Dabei nimmt der Diskurs faschistoide Züge an (man erinnere sich mancher Wortmeldungen des Rupert Scholz http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,343266,00.html), ohne dass ein waches Alltagsbewusstsein massiven Widerstand leistet.

Widerstand ist FAST unmöglich. Aber er IST möglich.
Er beginnt mit der Behauptung allumfassender humanistischer Werte und er erfordert es, die wirklichen Interessen der weltbeherrschenden Mächte aufzudecken.

Der atomare Wahn erscheint in vielen Formen. Er hat aber nur eine Quelle: Die Politik der atomaren Großmächte.

Nukleares Wettrüsten

"...So wird die Welt Schritt für Schritt wieder unsicherer, wozu auch die Duldung der israelischen Atomwaffen, vor allem der Irak-Krieg, die mit dem Krieg gegen den Terrorismus erfolgte Akzeptanz von Pakistan und Indien als Atommächte, der schwankende Umgang mit Nordkorea und das Vorgehen gegen den Iran gehört.

Eigentlich hatten die fünf Atommächte beim Abschluss des Atomwaffensperrvertrags versprochen, im Gegenzug allmählich die Atomwaffen abzurüsten. Solange dies nicht geschieht, wird das Wettrüsten weiter gehen und die Versuchung groß sein, sich mit eigenen Atomwaffen vor einem Angriff oder einer Bedrohung zu schützen..."

Der ganze Artikel von Florian Rötzer hier:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21904/1.html

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