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Sonntag, 5. September 2010

Urlaubspause!

Wenige Stunden vor Beginn unserer Urlaubsreise in die Bretagne und zwar in die äußerste Ecke von Finistere.
Wann und wo ich mal zum Bloggen komme, ist ungewiß. Und wird auch nicht meine Hauptsorge sein.
Also wird opablog bis Ende September mehr oder weniger verwaist sein.
Gruß an alle, die hier gelegentlich reinschauen und
Tschüssikowski!

Kein Osternest,

sondern Ergebnis des Durchpflückens im Gewächshaus. Heute gibt's Mischgemüse.

kein Osternest

Übrigens, was da links wie ein kleiner Kürbis aussieht, ist eine waschechte Gurke.
Ich hätte natürlich noch - Jetzt "haue ich gnadenlos auf den Putz!" - eine Honigmelone aus dem Gewächshaus ernten können. Doch die Melonen heben wir noch auf. Zum Nachtisch müssen wir so viele Trauben essen. Eine Sorte ist vollreif, eine andere schnappen uns zumeist die Amseln weg, eine dritte und vierte habe ich durch ein Vogelnetz hoffentlich zuverlässig geschützt. Ende der Angeberei.

Samstag, 4. September 2010

Eier und Schuhe bei Buchvorstellung auf...

Thilo Sarrazin Tony Blair.

Die Menschen wollen Stuttgart 21 nicht!

Mehr als 65 000 demonstrierten gestern gegen das Wahnsinnsprojekt.
Informationen hier und hier und hier.

No Stuttgart 21

©Roland Hägele

Den Krieg gegen Iran verhindern

Der Deutsche Freidenkerverband hat eine Unterschriftenaktion gestartet gegen den drohenden Krieg gegen den Iran und für eine atomwaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten unter Einschluß Israels und Irans. Hier zur Website.

"Kriegstreiber stoppen
Sanktionen aufheben

Wir fordern von Bundestag und Bundesregierung

• Stopp aller Sanktionen und sonstigen
Kriegsvorbereitungen
• keine Beteiligung am militärischen
Aufmarsch gegen den Iran
• sofortiger Abzug der Bundeswehr
aus Afghanistan und dem gesamten
Nahen und Mittleren Osten sowie
Einstellung aller Waffenexporte
• Eintreten für die Geltung des
Atomwaffensperrvertrages für alle
Länder und eine atomwaffenfreie Zone
im Nahen und Mittleren Osten
einschließlich Iran und Israel

Nur so hat ein gerechter Frieden zwischen gleichberechtigten und souveränen Staaten im Nahen und Mittleren Osten eine Chance"


Hier ein Gespräch mit Klaus Hartmann, dem Vorsitzenden des Deutschen Freidenkervebandes, unter anderem auch zu problematischen Aspekten der gegenwärtigen Friedensbewegung.

Freitag, 3. September 2010

Die Verfassungsfeinde in der bewährten Partei der Mitte

Ich habe mich wahrlich gesträubt, dem ekelhaften Sarrazin-Thema hier Raum zu geben. Ich hasse es, solchen medial inszenierten Skandalen ausgesetzt und, dem Pawlowschen Hund gleich, zu Speichelfluss genötigt zu werden. Wenigstens durch Nichtbeachten zeigen, dass man auf solch billige Weise nicht zu manipulieren ist.

Doch der Lauf der Ereignisse nötigt mich zum Wort.
Die Machthaber lassen sich nicht hindern, das Thema im Zentrum zu halten, und die elementare Abneigung gegen die Allgegenwart der Sarrazinvisage rechtfertigt nicht, zu Schweigen, wo die Dimensionen des Unheils unübersehbar sind.

Bundesbanker und SPD, angeblich auch Merkel, wollen Sarrazin loswerden. Warum eigentlich? Weil er nicht zurückhaltend genug war, heißt es. Keiner der „Empörten“ klagt ihn des Rassismus und der Volksverhetzung an. Der Bestsellerautor geht auf Lesereise, statt in Untersuchungshaft. Kein Richter, der eine einstweilige Verfügung erlässt. Kein Verfassungsschutz, der ermittelt.

Rudolf Stumberger sei Dank. Er hat sich auf Telepolis mit der hochdotierten akademischen Bande auseinander gesetzt, namentlich mit Heinsohn, Straubhaar, Thießen, Raffelhüschen, Oberender (allesamt gutbürgerliche Mitte und präfaschistisch und Feinde entscheidender Artikel des BRD-Grundgesetzes), die dem Exoten Sarrazin den ideologischen Sockel bauen. So funktioniert die Untergrabung der bürgerlichen Demokratie aus der bürgerlichen Mitte heraus. Weimarer Geschichte wiederholt sich.

Die medialen Paradiesvögel - sie alle veröffentlichen in „den angesehensten Blättern“ – spreizen ihre Federn. Bewunderung und Abscheu tosen durch die Medienwelt, während der dicke bürgerliche Bodensatz in stiller Genugtuung schweigt und . . . die Mitte-Rechts-Regierung exakt, systematisch, ohne Überstürzung aber mit langem Atem, weiter den sozialdarwinistischen Pfad beschreitet („Sparpaket“).

Die Warner, nicht nur in Blogs, weisen auf die unausweichlichen Gefahren der nächsten Jahre, wenigen Jahrzehnte hin.
Die Massen, die alles zu tragen haben werden, ignorieren konsequent.
Die Machthaber gestalten Wirklichkeit nach ihren Konzepten. Die sind detailliert und werden kontinuierlich verfeinert. Sie sind der Gegenwehr um etliche Züge voraus.

Aufklärer, Warner konnten noch nie völlig ausgerottet werden.
Das Volkselement konnte noch nie umfassend und dauerhaft abgetötet werden.

Donnerstag, 2. September 2010

Neid!

Auf DIE Pointe wäre ich auch gern gekommen!

Mittwoch, 1. September 2010

Peak Oil

Das Thema rückt wieder stärker in die Diskussion.
Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr hat eine Studie erarbeitet, die zwar nicht offiziell veröffentlicht aber verfügbar ist, unter anderem hier.
Man darf wohl sagen, daß die Autoren der Studie keineswegs Tabupflege betreiben. Es gibt Denkanstöße für die sog. Verantwortungsträger.
Auch vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik gibt es eine Meldung.
Die reichhaltigste Information auf deutsch ist, soweit ich sehe, auf der Webseite http://peak-oil.com/ zu finden.
Darauf erneut aufmerksam wurde ich durch autismuskritik.

Dienstag, 31. August 2010

Welche Funktion haben Medienquatsch/Politradau?

Medienquatsch, Beispiel Lena Meyer-Landrut, und Politradau, Beispiel Sarraziniaden, sind nicht dasselbe, haben aber Gemeinsamkeiten.
Ins Auge fällt die Gemeinsamkeit, das trotz aller Enttäuschungen vorhandene Interesse vieler Menschen an öffentlichen Dingen, zu absorbieren und auf Müll zu lenken. Der "mündige Bürger" soll sich nicht auf Wesentliches konzentrieren.
Die Machtspieler schätzen diesen Zustand ihrer Schäfchen: Verwirrung und daraus zumindest zum Teil folgend Desorientierung - Inaktivität - Hoffnungslosigkeit.

Der Politradau bringt gegenüber dem bloßen Medienblödsinn noch eine weitere nützliche Komponente: Er setzt die Themen von morgen auf die Tagesordnung, neudeutsch Agenda, ohne daß "jemand Seriöses" die Verantwortung zu übernehmen braucht. Das ist vorbeugende Spurenverwischung, nämlich für die (Un-)Taten von morgen, Taten, nach denen "die Volkseele" erst in Zukunft rufen wird.

Wer sich mit Medienquatsch/Politradau beschäftigt, hat keine Zeit, Frau Merkel auf die Finger zu schauen. Im Gegenteil: Die "Energiekanzlerin" hat sich ja eine viertägige Propagandareise Studienreise zugemutet. Nun wird sie wohl, so glaubt man gerne, solide und moderat dieses Atomding entscheiden.
Der Spiegelfechter zerpflückt, um was es bei dieser Sache geht und wieviel zweistellige Milliardenbeträge die Kapitalkanzlerin den "Bedürftigen" zuschieben will.

Montag, 30. August 2010

Wessen Haus ist das Haus?

Wessen Tür ist die Tür?

Kreuzspinne 1

Kreuzspinne 2

Kreuzspinne 3

Schock

"Ich gehöre zu denen, die den Menschen seit jeher für geistig krank hielten."
"Als Gemeinplatz nicht schlecht, der Satz."
"Vielleicht klingt Ihnen weniger als Gemeinplatz meine Hypothese, daß die Verrücktheit das Ergebnis des Schocks ist, den die Intelligenz im Menschen bewirkt hat, und selbst nach drei Millionen Jahren haben wir uns von der Erschütterung noch nicht erholt."

Jose Saramago, "Geschichte der Belagerung von Lissabon", Rowohlt, Hamburg 2005, S. 334f;

Sonntag, 29. August 2010

Sternstunden der Demokratie

1. Stuttgard 21
10 000 sagen: "Nein", die Repräsentativorgane sagen: "Ja".
20 000 sagen: "Nein", die Repräsentativorgane sagen: "Ja".
30 000 sagen: "Nein", die Repräsentativorgane sagen: "Ja".
40 000 sagen: "Nein", die Repräsentativorgane sagen: "Ja".
usw usf.

2. Niere
Der SPD-Politiker S. sei, so heißt es, an (gefühlt oder tatsächlich) 17. Stelle der Beliebtheitsskala.
Er spendet eine Niere für seine kranke Frau.
Nun ist er auf dem 2. Platz der Beliebtheitsskala. (Welche Spende bringt den 1. Platz?)

3. Elite
Einer aus der Dreierelite BroderSarrazinSloterdijk bläst etwas in die Luft.
Das Feuilleton tobt, der Medienkessel kocht.
Blitzschnell begreift Michel, (der nie etwas begreift aber diesmal von dem bekannten Denker Noch-Ministerpräsident Koch angeleitet wird), daß er jetzt sofort denken muß, tiefschürfend, und daß er sich unbedingt positionieren muß, ausgewogen, und überhaupt, daß seine pluralistische Demokratie mit ihren Grenzen das Allergrößte ist.

Donnerstag, 26. August 2010

Wer gerade nicht spricht, darf hören.

wer gerade nicht schreibt, soll lesen:
Interessantes, eine Vergangenheit betreffend, die nicht zur Ruhe kommt, hier: http://www.habiru.de/Dirk_Gerhardt/ZDF-ONeill-Version1.pdf
Interessantes, eine Zukunft betreffend, um die es allzu ruhig ist, hier oder hier.

Große Sorgen allenthalben.
Und Gleichmut.
Oder wenn es nicht Gleichmut ist, was ist es dann?

Mittwoch, 25. August 2010

Franz Bischof, Street Photography

Franz Bischof, Fotograf aus Hannover, hat einen schmalen Bildband gemacht mit Fotografien aus den Straßen Posens und Hannovers.
Spontaneität, Direktheit, „Unverschämtheit“ verlangt das Fotografieren auf der Straße, sollen nicht Allerweltsabbildungen entstehen.
Ziel ist es, den einmaligen Augenblick einzufangen, den „magischen Moment“, in dem „alles stimmt“.
In der Macht des Fotografen liegt die sorgfältige Auswahl des Hintergrunds. Gebäude, Gegenstände im Stadtraum sind gleichsam als Kulissen vorhanden und können als Fixpunkte der Bildkomposition genutzt werden.
Was aber wird geschehen? Welche Situationen ereignen sich? Also, welche Menschen (oder Tiere) treten herzu und in welchen Beziehungen?
Leben will Ausdruck finden – das Wie und Wann vorauszuahnen und den einzigen, wahren Punkt festzuhalten, nicht selten einen Kulminationspunkt, das ist die „Geburtshelfer“kunst des Fotografen.
Einblick in teatrum mundi aber fern jeder Inszenierung.
Mich beeindruckt die Vieldimensionalität jeder dieser Straßen“erzählungen“, die zugleich eine ästhetische Dichte oder Geschlossenheit haben, die sie fern vom Palaver hält und den ruhig-aufmerksamen Betrachter das Geheimnis suchen lässt.

Franz Bischof Posen 1

Geowny Central


Franz Bischof Posen 2

Zielona Musnickiego


Franz Bischof Posen 3

Wielkopolski


Franz Bischof Posen 4

SW Marcin


Franz Bischof Posen 5

Strzelecka


Franz Bischof Posen 6

Teatralny a. Fredry


Franz Bischof Posen 7

Jez. Maltanskie


Franz Bischof Posen 8

Mostowa sw. Rocha


Franz Bischof Posen 9

K. Marcinkowskiego


Die Rechte für alle Bilder liegen bei Franz Bischof.

Montag, 23. August 2010

Kollateralschäden - Oberst Sauerland, Adolf Klein

Natürlich waren beide, als jene passierten, im Dienst. K.-schäden passieren immer im Dienst.
Dienst wird geleistet, jedenfalls wenn er zählen soll und sofern wir, bei Gott! vom Gottesdienst absehen, für’s Kapital.
Das wissen alle.
Da es in der Welt wunderlich zugeht, sagt das manchmal sogar ein Präsident, gewesener.

K.schäden, wie der Name schon sagt, gehören dazu. Jeder versteht: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Daher sind meist Leute betroffen, die, wenn nicht selbst schuld, so doch eine gehörige Portion Mitschuld tragen.
Warum etwa mussten Kleinkriminelle dorfweise aufbrechen und um Mitternacht Benzin klauen?
Oder junge Leute rennen durch die Gegend, besoffen und zugedröhnt, mit nichts im Sinn als unter wummernden Bässen kopulationsartige Bewegungen auszuführen.

Die diensthabenden K.schädenauslöser leiden schwer unter ihren stattgehabten Erfahrungen. Es fehlt nicht viel und sie brauchen ausgedehnte posttraumatische Therapien nebst Verschickung in Genesungsgefilde. Deutsche Diensthabende aber, wir wissen es seit eh und je, wanken und weichen nicht. Vorhut der Aufklärung – unter dem machen sie es nicht.

Und Aufklärung wird bitter nötig. Nicht jeder K.schaden verkrümelt sich hinter den sieben Bergen von Analphabetistan. Quertreiber aller Art stellen ihre Videos ins Netz, sogar Augenzeugenberichte werden zu Protokoll gegeben. Das gab's früher nicht. Wie soll jemals der Strom der Wahrheit durchbrechen, wenn da kein Kanal ist, der die kristallklaren Absonderungen der Verantwortlichen bündelt und die vielen trüben Sumpfgewässer austrocknet?
Selbst dieses schwierige Los, nennen wir es Informationsmanagement, nimmt mancher diensthabende K.schadenursachenaufklärer auf sich – doch es gibt noch Richter in diesem Land, die einstweilige Verfügungen zu erteilen wissen.

Unsere Sauerland und Klein, sind sie nicht eigentlich Helden? stehen im grellen Licht. Andere stehen im Dunkeln oder haben sich doch in den Schatten verzogen. Sie titeln sich Minister a. D., Minister, Ministerpräsident a. D., Ministerpräsidentin, Kanzlerin, Staatsanwalt, Bundesanwalt; ach, da ist auch wieder ein Präsident.
Sie halten, mit zeitweilig versagenden Stimmen, Reden auf geweihtem Boden. Sie sind Privatleute, die Privatleuten vorbildlich zeigen, wie Privatleute vorbildlich trauern. Ist das nichts?

Später, das muß keine lange Zeit sein, erscheinen schönergeistige Werke der Verantwortungsträger: „Als ich dem Druck der Straße widerstand“ oder „Kein Zögern zwischen Pflicht und Neigung“. Ein hoher Kirchenbeamter, vielleicht aber auch Gauck, hat ein fulminantes Vorwort geschrieben und die Bestsellerliste von „Bild“ ist wochenlang blockiert.

Und Räder rollen für den Sieg oder so ähnlich.

Sonntag, 22. August 2010

Ich fühl mich kannibalisch wohl...

mit der ersten Honigmelone aus eigenem Anbau.

Melonenernte0

Melonenernte1

Melonenernte2

Melonenernte3

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