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Freitag, 20. November 2009

Gartengedanken

Mit schöner Regelmäßigkeit drängt sich mir der Gedanke auf, daß unser Gärtchen zu klein ist. Es hat nur 500 qm, und für so Vieles, was wir gern anpflanzen würden, ist zu wenig Platz, zu wenig Licht - zumal wir uns einigen "Luxus" leisten.
Nicht verzichten will ich auf die Stelle, (Wir nennen sie "Urwald", obwohl sie nur wenige qm groß ist.) auf der alles wild wachsen darf, auf der zwei Stubben und viel Astwerk und jetzt Laub liegen. Jeder Garten kommt aus der "wilden Natur", und der Gärtner sollte diese Lebensfaden nicht völlig kappen. Außerdem wohnen dort Herr Igel und - lange nicht gesehen - Frau Kröte.

Ihr Lebensrecht soll unbedingt auch die mächtige Silberpappel behalten. Leider steht sie im Südteil des Gartens und wirft viel Schatten. Aber sie bleibt. Damals, vor fast 40 Jahren, als ich das Stück Land in einen Garten zu verwandeln begann, begrüßte mich hier ein dichtes Wäldchen aus jungen Birken und Pappeln. Das war die Einladung, sich heimisch zu fühlen im grünen Versteck. Wie viele Bäumchen habe ich als Winzlinge beobachtet, habe sie heranwachsen sehen, habe ihren Schatten genossen. Manche sind der Konkurrenz kräftigerer Artgenossen erlegen, aber noch mehr habe ich gefällt; weil ich kultivieren wollte, bauen wollte, Platz brauchte.
Nein, solange sie lebenskräftig ist, bleibt diese Pappel. Sie hat ein älteres Heimatrecht als ich.

Und dann frage ich mich auch: Wäre es wirklich klug, nun, da ich bald 70 werde, den Garten zu vergrößern? Ich zögere. Und mir fällt ein, wie oft ich Lücken in meiner Gartenkultur zulasse. Ich bin noch lange nicht fähig, all das, was dieser Boden mit dieser Sonne, mit Wasser und Luft hervorbringen könnte, wirklich hervorzulocken. Ich fördere das Eine aber hinter meinem Rücken entstehen brache Stellen, da schleichen sich brache Zeiten ein.
Ich möchte aber doch, daß es überall lebt, überall blüht und fruchtet. Darüber denke nach, sage ich mir.

Genesungswünsche!

Ich wünsche Oskar Lafontaine, mit dessen sozialdemokratischer politischer Position ich durchaus nur teilweise übereinstimme, eine gelungene Operation, schnelle Genesung und weitere erfolgreiche Jahre an der Spitze der Linkspartei.
Zum Kampf der Dreckmedien gegen Lafontaine gibt es hier einen aufklärenden Artikel.
Via Politikblog.

Tomsatenselbstversorgung

Von meinen Ergebnissen beim Tomatenanbau in diesem Jahr habe ich ja bereits berichtet, hier oder hier. Von Anfang Juli bis Ende Oktober haben uns (zwei Personen) unsere 15 Tomatenpflanzen komplett versorgt; unvergleichlich köstlich und die meist Zeit überreichlich. Zu Ergänzen ist heute, daß den November hindurch unser Bedarf etwa zur Hälfte durch nachreifende eigene Früchte gedeckt wird.
Leider ist mein Versuch, die Lebenszeit (und Ertragszeit) einiger Pflanzen durch ihren Umzug ins kalte Gewächshaus zu verlängern, diesmal fehlgeschlagen. Ich konnte nicht verhindern, bedingt durch eine einwöchige Abwesenheit, daß sie bereits von einem frühen Herbstfrost angehaucht waren. Das haben sie übelgenommen.
Aber meine Überlegung bleibt es: Einige frühe Pflanzen im Gewächshaus kultivieren, so daß die Ernte schon im Juni beginnen kann. Und ebenso nach der Saison, also Selbstversorgung noch im November.

Es sind Permakulturgedanken, die mich beschäftigen.
Und es ist auch solche schier unglaubliche Meldung, daß Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt, seine Tomaten - aus den Niederlanden importiert.

Samstag, 14. November 2009

Erich Kuby

Hellsichtig bis zum Erschrecken.

Erich Kuby

"Ossietzky", Heft 23/09, dritte Umschlagseite.

Freitag, 13. November 2009

Studentenproteste zur Zeit an 34 Universitäten und Hochschulen

Im Moment habe ich gerade mal gar keine Zeit zu Blogeinträgen.

Aber die Meldungen von den Unibesetzungen sind mir erfreulich und wichtig genug, daß ich sogleich verlinke.

Es ist hohe Zeit für offenen Widerstand, und wer, wenn nicht Studentinnen und Studenten sollten zu den Lebendigsten gehören?

Hier geht es zu der homepage "unsere unis".

PS:
Ich finde es ein Unding, daß bereits Polizei gegen die Hörsaalbesetzer eingesetzt wird, noch bevor verantwortliche Politiker erklärt haben, wie und wann sie die berechtigten Forderungen der Studenten aufgreifen und erfüllen wollen.


Das Foto hab' ich im März 2009 in Berlin während der Demo "Wir zahlen nicht für Eure Krise!" aufgenommen.
Bildungsstreik

Donnerstag, 12. November 2009

Türkische Karikaturen

Bevor ich kürzlich in der Neuköllner Oper den "Fall Rigoletto" besuchte, eine durchaus sehenswerte Aufführung, spazierte ich durch die Karl Marx-Straße und stieß auf die Ausstellung "Die Nase des Sultans" in der "Galerie im Saalbau".

Eine Karikaturenausstellung aus der Türkei, dabei auch dieses Blatt von 1982:

Karikatur

Kommt mir kein bißchen veraltet vor.

Mittwoch, 11. November 2009

Fußball

In miesen Zeiten brauchts bekanntlich Brot und Spiele.
Fußball das Spiel der Spiele vermag ganze Völker zu fesseln. Das “Wunder von Bern”, immer wieder, erlaubte den Deutschen ihr Nachkriegstrauma endlich wegzustecken. Das Sommermärchen schweißte unser Volk mit seiner Kanzlerin in Siegeszuversicht und Tatendrang zusammen. – “Ja, Wir können’s!” – lange bevor Obama uns diesen Slogan klaute.
Fußball kann sich nicht genug mit Dramatik, mit Schicksal, mit Tragik aufladen.
Ein Volk, ein Schmerz, ein Fußball!

Dennoch lesenswert:
Spiegelfechter

Berliner Deutsche Größe

Wie schon berichtet, hatten wir im September Berlinurlaub gemacht; in der Stadt, in der ich mehr oder weniger seit 50 Jahren lebe, die mir, so muß ich es benennen, fremd-vertraut ist.
Ich bin kein Berliner.
Lange Zeit trug Berlin mit Gleichmut (und nicht ganz zu Unrecht) die Bezeichnung "größtes Dorf der DDR", und auch jetzt war mir klar, daß Berlin da, wo in Metropolen das Zentrum ist, viel Wiese hat, viel Bäume und Gesträuch, und daß es zwei halbe Zentren gibt, am Alex das eine, am Bahnhof Zoo/Kudamm das andere.

Erst nachträglich, beim wiederholten Durchsehen unserer Fotografien, habe ich etwas Anderes entdeckt:
Berlin geht - relativ leise, um nicht zu sagen "still und heimlich" - unbeirrt den Weg zu einer Weltmetropole. Bisher wurde das nicht in Kaiser-Wilhelm-Manier in die Welt posaunt. Aber man hat längst angefangen, es zu bauen. (Wer hinkende Vergleiche liebt: Noch sind wir nicht bei 1914 oder 1905, eher irgendwo zwischen 1866 und 1878.)

Schon vor Jahren hatte mich der Neubau des Kupferstichkabinetts abgestoßen, ja empört. Welch blödsinnige Raumverschwendung, dachte ich, welche Kälte, welche Fremdheit, welche Ungeneigtheit der schönen Kunst.

Berlin 1

Das habe ich damals noch für den Fehlgriff eines Architekten und seines Auftraggebers gehalten.

Berlin 2

Jetzt habe ich vom Kunstforum zum Potsdamer Platz geblickt und war beeindruckt ("überwältigt" wäre nun doch zu viel) von der Macht und Herrlichkeit, die sich dort höchst lebendig emporreckt. Das ist hingeklotzt, nicht gekleckert. Und ziemlich gekonnt, kein Fremdkörper. Und noch viel freies Feld in der Umgebung, falls eines Tages Germanen größenwahnsinnig bauen wollen.
Auch die neue U-Bahnlinie paßt in das Konzept. Ästhetisch, befremdlich, in dreißig Jahren nicht mehr zu groß.

Berlin 3

Ästhetik und Größenwahn gehören ja zusammen.

Berlin 6

Die finstere Ästhetik, das bedrohliche Pathos des Völkerschlachtdenkmals, auch die Sprache mancher Plastik im Tiergarten, ist es zur Zeit nicht. Heute Glattheit, auch Eleganz, Kälte und vor allem Reihung, Serie.

Berlin 5

Es wäre höchst merkwürdig, wenn uns die deutlich erkennbare "Philosophie in Stein" nicht nachdrücklich verdolmetscht würde.

Kein Schwein steckt mich an



via Bröckers Blog

Dienstag, 10. November 2009

Mailwechsel Schweinegrippe

1. Mail

> -------- Original-Nachricht --------
> Betreff: Fwd: Wichtige Info zur Schweinegrippe
> Datum: Tue, 10 Nov 2009 16:38:36 +0100
> Von: Hxxxx Zxxx
>
>
> > Hallo R.
>
> Hier eine Info von Pxxx Schxxx einem Ehemaligen
> zur Schweingrippenimpfung.
> >
> > WG: Wichtige Info zur Schweinegrippe
> >
> >
> >
> > Ihr Lieben,
> >
> > da ja alle Welt und Medien die Impfung gegen die sogenannte
> > Schweinegrippe propagieren, ohne nach dem Grund für diese angebliche
> > Notwendigkeit zu fragen, ist es um so aufschlussreicher, die
> > Zusammenhaenge von einer Fachaerztin zu erfahren.
> > .
> >
> > Herzlicher Gruß
> >
> > von Pxxxx
> >
> >
> >> http://www.youtube.com/watch?v=5_R5EHn9lOY
> >
> > und weitere...
> >
> > Wer es noch nicht weiss:
> >
> > Die beiden Impfstoffe gegen die so genannte "Schweinegrippe"
> > Pandemrix® und Focetria®, enthalten als Adjuvans (Wirkverstärker)
> > Squalen.
> >
> > Beim Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs
> > als Impfverstärker engesetzt worden. 23-27%, also jeder Vierte von
> > ihnen und auch solche, die zu Hause blieben(!), bekamen die sogenannte
> > Golfkriegskrankheit, mit chronischer Müdigkeit, Fibromyalgie
> > (Muskelrheuma), neben Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen,
> > persistierenden Kopfschmerzen, Erschöpfung und ausgedehnten Schmerzen
> > charakterisiert.
> > Die Krankheit kann auch chronische Verdauungsprobleme und
> > Hautausschlag einschließen.
> > Die Erkrankung hat sich seit 1991 also seit 18 Jahren nicht gebessert.
> > Bei 95% der Geimpften mit Golfkriegssyndrom wurden Squalen- Antikörper
> > gefunden, bei den Geimpften aber nicht Erkrankten bei 0%. Erst nach
> > mehr als 10 Jahren wurden die Schäden vom US-Verteidigungsministerium
> > zugegeben.
> > Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen
> > Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8-9 Millionen
> > Bundesbürger für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit
> > und Fibromyalgie etc. leiden werden.
> >
> > Geben Sie diese e-Mail bitte an möglichst viele ihrer Freunde und
> > Bekannten weiter.
> >
> > Juliane Sacher
> > Fachärztin für Allgemeinmedizin
> >
> > Bergerstr. 175
> > 60385 Frankfurt
> >
> > T: 069 - 921 89 90
> > F:_ 069 - 921 89990_
> >
> > www.praxis-sacher.de

2. Mail
Von: "Dxxx und Rx"
> Gesendet: 10.11.09 17:27:56
> An: kranich
> Betreff: [Fwd: Fwd: Wichtige Info zur Schweinegrippe]

> Lieber kranich,
> diese Infos haben wir geade bekommen. Wenns stimmt, ist es katastrophal...
> Wir wollen bei Dir an Donnerstag vorbeikommen, denn wir müssen
> Autoreifen wechseln. Bist Du daheim?

> Liebe Grüße - Dx und Rxxx

3. Mail
Hallo,
gern könnt ihr kommen.
Ich bin zu Hause.
Ich komme gerade vom Arzt, war eigentlich ein Routinetermin, blieb es aber nicht, weil ich mich seit einigen Tagen krank fühlte. Aber nichts Infektionöses, ...
Er hat mich verarztet und mir beiläufig die fällige Grippeimpfung verpaßt.
Von Scheißegrippenimpfung hält er fast gar nichts.

Danke für das alarmierende Video. Ich verfolge solche Beiträge ohnehin, wobei man immer das Problem hat, Spinnereien auszusondern.
Aber dieses Problem (Spinereien einigermaßen sicher zu erkennen) wird groß und größer angesichts der Flut von Desinformationen.

3 allgemeine Dinge halte ich für logisch:
* Eine Menschheit, die weitgehend widerstandslos die 9/11-Märchen schluckt, muß auf den nächstgrößeren Hammer gefaßt sein. (Übrigens hatte man ja schon 9/11 mit Antrax verknüpft.)
* Ein Geschäftsmodell: Wir machen die Leute krank, um sie dann zu heilen, hat viel für sich. Das ist der dukatenscheißende Esel. Ist auf den Finanzmärkten gang und gäbe. Soviel Kreativität, dies auf die Pharma-Realwirtschaft zu übertragen, traue ich ihnen zu.
* Letztlich scheint mir aber das, was abläuft, eine Nummer zu groß, als daß es mit Pharmainteressen allein erklärt werden könnte (obwohl die Verbindung von Pharma und Rumsfeld auch nicht ohne ist - bei mir im Blog "Rumsfeld" suchen.)

Wenn ich alles, alles zusammen deuten soll, scheint es mir rational, anzunehmen, daß es sich hier um Testläufe zur Erprobung der Waffe "Genozid" handelt.
Wird gebraucht.

Schönen Abend noch
wünscht
kranich
-------------------------------------------------------------
Hierzu paßt noch dies.

Der Chef selbst steht im Ring

Wer hat die Mauer geöffnet?
"Zollitsch erinnerte daran, dass Freiheit ein Geschenk Gottes sei..."

Wer bringt Aufschwung und Wohlstand für alle?
"Ich bin bloß ein Banker, der Gottes Arbeit verrichtet."- sagt Bankier Blankfein.

Denkwürdig.

Montag, 9. November 2009

Eigentum

Jeder Mensch möchte Eigentum.
In seinem Sein möchte er sicher sein.
Er möchte tätig sein; in der ihm angemessenen Weise, so daß er darin und danach Befriedigung verspürt.
Das heißt Stoffwechsel des Menschen mit dem, was ihn umgibt; Wechsel, Austausch materieller, wie ideeller Stoffe.

Ein Individuum mag alles nach seinem Willen angreifen, festhalten, aneignen. Das nennt es seine Freiheit.
Der Erfolg des Aneignenden ist die Beraubtheit des Angeeigneten.
Unmengen verzehrt der große Aneigner, am Ende Alles. (Einer seiner Namen ist Krebs.)

Ein anderes Individuum nimmt sich die Freiheit, auf das Eigentum des Gegenübers zu achten. Es muß Schranken nicht niederreißen, sondern erfährt sie, begreift sie; vielleicht baut man sie gemeinsam um.

Auf dem, was ödes Land war, schwitzen Gärtnersfrau und Gärtnersmann, und gegen Abend ernten sie Trauben.

Sonntag, 8. November 2009

Aufs Maul geschaut

Eigentlich tue ich mir Reden unserer Kanzlerin nicht an.
Bei ihrem jüngsten "historischen Auftritt" (mit nachfolgendem A-tritt) in den USA, habe ich eine Ausnahme gemacht.
Und weil ihre Worte so schön klingelten, habe ich gezählt:
15 x benutzte sie "Freiheit" + 3 x in Wortzusammensetzungen, also insgesamt 18 x.

Die rabiateste Form der Freiheit ist bekanntlich der uneingeschränkte Kampf Aller gegen Alle.
Weshalb das große Dreigestirn der bürgerlichen Ideale lautet: Freiheit, Gleicheit, Brüderlichkeit.

Frau Merkel gebrauchte "Gleichheit" Null mal.
"Brüderlichkeit" gebrauchte sie ebenfalls Null mal.

Historisch interessierte Leute haben ausgerechnet, daß die USA seit 1945 mehr als 15 Millionen Kriegstote zu verantworten haben. Über Kriege der USA seit 1945 sprach Frau Merkel Null mal.
Die Dame ist ihren Beifall wert.

Freitag, 6. November 2009

unzeitgemäße Betrachtungen

Die Thesen, die ich vor zwanzig Jahren geschrieben habe, mit denen ich damals beitragen wollte zu einem erneuerten Leben der DDR, meines sozialistischen Landes, diese Thesen kommen mir heute vor, wie aus einer anderen Welt, wie aus einer vor Äonen untergegangenen Epoche. So etwas von erledigt.

Doch halt: Seit Wochen, seit Monaten dreht es im Dauerwaschgang:
So erledigt! So etwas von erledigt! ABER SO ETWAS VON ABSOLUT ERLEDIGT!
Der Dümmste muß auf die Idee kommen, daß da ein Schmuddelfleck ist, der geht einfach nicht 'raus!

Ich erinnere mich:
Die "Alteigentümer" (Das Wort hatten wir damals nicht.) haben ihre Besitztitel sorgfältig aufgehoben - 40 Jahre lang.
Krause lachte über Krupp und arbeitete seit Jahrzehnten im eigenen Werk, VEB Ernst Thälmann Werk Magdeburg (ETW). Doch plötzlich hatten die alten Papiere wieder füchterliche Gewalt, und 40 Jahre Leben waren anscheinend für die Katz.
Ich denke, wenn die großen und kleinen Krupps so stur an einer Zukunft festhielten, warum sollte ich dann nicht,...

1990 schien alles, was sich Sozialismus nannte, in Staub zu fallen. Heute, 20 Jahre später steht plötzlich (zur heillosen Verwunderung besonders derjenigen, die sich "links" nennen) die Verstaatlichung von Banken auf der Tagesordnung. Wer garantiert, daß in 20 Jahren nicht die Revolution auf der Tagesordnung steht?

Ach, sollen sich die Nachgeborenen mit derlei Fragen herumschlagen. Mein Teil soll es sein, zu bezeugen -
Ja, wir wollten einen erneuerten Sozialismus.
(Genau genommen, unser eigener Gesellschaftszustand war uns unerträglich geworden, aber wir hatten einige realistische Ideen, um das zu verändern (und langsam wuchs auch der Mut).
Nein, wir hatten alle partout nichts mit immer mehr Schwertern im Sinn.
Und Keiner hat die Milliardäre vermißt.
Und Keiner beteuerte zionistischen Extremisten die Blutsbrüderschaft.
Nein, es gab durchaus keinen Zwangslauf, kein wundersam vorherbestimmtes historisches Entwicklungsziel -
Einiges kapitalistisches Deutschland ungerufen mit Hightech am Hindukusch.

Ein Zeugnis sollen die Thesen sein, die ich am 27.10.1989 dem ZK meiner Partei übergeben habe.
thesen0

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thesen3

Mittwoch, 4. November 2009

Vor 20 Jahren in Berlin

demo 4.11.-4

demo 4.11.-5

Mehr bei tageundjahre.de

Soviel Interessantes im Netz

Sogar zu den - man soll es nicht glauben - Deutschen Eliten.
Bei gebattmer.

Frau Bundeskanzlerin, wie immer, besonders historisch.

Na ja, teuer genug ist's ja.
(Ach, hab' vergessen - SIE bezahlt das ja nicht.)

Die Grünen, wie immer, besonders helle.

Die Grünen mit ihrer Heinrich Böll-Stiftung haben bereits am 11.10.2009 bemerkt (nachdem sie uneingeschränkt die Besatzungspolitik des Westens im allgemeinen und der BRD im besonderen mitinstalliert und jahrelang mitgetragen haben):
"Und der Westen hat mit den Warlords der Nordallianz eine korrupte und undemokratische neue Führung im Land installiert."

Klartext zum gegenwärtigen Afghanistan-Totalschaden hier.

Dienstag, 3. November 2009

putzig, Warren!

Da sammelt einer ganz viele Milliarden Dollahs ein.
Wohl, weil er die so toll findet.
Dann schmeißt er ganz viele Milliarden $ 'raus.
Wohl, weil mit 'ner Eisenbahn sich viel besser spielen läßt.

Vielleicht ist es ja auch ganz anders.
Nur, eine richtig gute Werbung für den Dollar ist das nicht.
Aber über den meckern ja eh manche Leute ziemlich krass.

Preis für Kai Wiedenhöfer

Über Kai Wiedenhöfer hab' ich vor anderthalb Jahren anläßlich des "Lumix festivals für jungen fotojournalismus" berichtet, hier.
Heute erfahre ich, daß Kai Wiedenhöfer mit dem "Carmignac Gestion-Preis für Fotojournalismus 2009" ausgezeichnet wurde.
Darüber freue ich mich und gratuliere herzlich!

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus Kai Wiedenhöfers Fotoband "Wall" (Steidl 2007).
Die israelische Mauer in Jerusalem bei Nacht, in der Nähe von Al-Ram, aufgenommen im November 2005.
Wall Seite 51

Sonntag, 1. November 2009

Schwarzbuch Sozialarbeit

Mrs. Tapir hat ein Buch geschrieben. Es heißt "Schwarzbuch Sozialarbeit" und setzt sich damit auseinander, was Soziale Arbeit unter den Bedingungen der "Ökonomisierung", weniger vornehm gesagt, unter dem neoliberalen Trommelfeuer der rotgrünen, schwarzroten und nun schwarzgelben Regierung, bedeutet.
In zwei, drei Monaten wird es erscheinen, jetzt durfte ich beim Korrekturlesen helfen.
Natürlich habe ich mich ganz kühl auf Fehlersuche konzentriert, aber manchmal gab es so empörende Beispiele, daß mir buchstäblich "das Messer in der Tasche" aufging.
Hier ist eine Kostprobe:
Schwarzbuch

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kranich05 - 2009/11/20 18:20
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Schöne Bilder die schon beim ansehen um den Erhalt...
j.a.h (Gast) - 2009/11/17 19:10
Hallo
Kontakt ist jederzeit möglich. Meine Daten sind...
kranich05 - 2009/11/16 18:47

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