Die Krise, der Filz und rechte Revolutionäre
Die Katastrophe von Duisburg macht Zusammenhänge erkennbar, die im Allgemeinen verborgen bleiben.
Hoffentlich erhöht der Umstand, dass sie erkennbarer werden die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Menschen sie begreifen.
Die Katastrophe von Dortmund ist eines der Gesichter der Krise.
Wie das?
Die Krise sei doch längst vorbei. Klug sind wir da herausgekommen, wird uns versichert. Spekulantenboni, Währungsschlingerkurse, Abwrackprämien - das Wetterleuchten einer Systemkrise scheint doch Schnee von gestern zu sein.
Scheint.
Der Krise liegen die dramatisch wachsenden Schwierigkeiten der Kapitalmassen zu Grunde, Maximalprofite zu erzielen, um weiter zu wachsen. Das ist ihr Wesenskern. Kapital „rentiert sich“ oder es zerstört sich.
Das weiß JEDER Unternehmer, nicht nur der Love-Parade-Kapitalist Rainer Schaller: Ohne 100% Risiko kein Erfolg.
Und es weiß auch jeder Kommunalpolitiker: Meine Stadt muss die attraktivste sein, muss sich besser verkaufen als jede andere. Denn Städte sind nicht mehr die Lebensräume ihrer Bürger, eines Bürgergemeinwesens (wenn sie es denn je waren), sondern sind Exerzierfelder zur Begeisterung des Kapitals, dieses „scheuen Rehs“.
JEDER Kommunalpolitiker weiß das, und sein ganzes Bestreben geht dahin, nicht nur Getriebener dieses ruinösen Wettlaufs zu sein, sondern selbst „die Sau zu reiten“.
Mancherlei steht dem ultimativen Kapital-Event entgegen – die Interessen vieler Bürger, gute alte Gewohnheiten, vernünftige Rechtsvorschriften, schlichte Realitäten, auch das Gewissen mancher Verantwortlicher.
Dagegen wird ein System gesetzt von Druck und Abhängigkeiten, von Hinterzimmerpolitik und Medienattacken, von Vorteilsgewährung und Vorteilsnahme, von Trick und Betrug.
Da spielten die Verbindungen zwischen CDU-Parteibüro, dem Bundestagsabgeordneten Mahlberg und dem Landesminister Dr. Wolf, als es galt einen widerborstigen Polizeichef in die Wüste zu schicken oder wenigstens mundtot zu machen.
Nur selten tritt ein Zipfel des Netzwerks der Macht so glasklar ins öffentliche Licht.
Da kungeln die Stadtfürsten mit den lokalen Mediengewaltigen. Die Veranstalter sind ihre eigenen Konrolleure, niedere Beamte erlassen weitreichende Ausnahmegenehmigungen, Landespolitiker halten schützende Schirme und der oberste Bestimmer hat von nichts gewusst.
Von Köln bis Duisburg sind es nur 80 km, und in D. ist der Tunnel wenigstens nicht eingestürzt. Die Schuldigen werden dort wie hier nicht gefunden. Man nennt es verharmlosend „Filz“, doch der Übergang zur Mafia ist fließend. Tote reden nicht mehr.
Die Menschen sind machtlos, verzweifelt. Ratlos sind und bleiben sie, während die christliche Beileidsmaschinerie läuft und läuft. Sanft blenden die Kerzen, erschweren den nüchternen Blick in die Finsternis.
Das Erlebte ist nicht zu verstehen aber auch nicht zu vergessen. Zu unnützen Ratschlägen kommt schlecht verdeckter Hohn. So entsteht Erbitterung, bei Manchen blinde Wut.
Die Stunde des laut schreienden Protestes bricht an. Wortführer springen auf die Podien. Ihre Texte sind ausgefeilt, ihr Vortrag perfekt. Es geht längst nicht mehr um Duisburg.
Es geht um die Wut und das Blut und Genugtuung für DAS EINE VOLK.
Hoffentlich erhöht der Umstand, dass sie erkennbarer werden die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Menschen sie begreifen.
Die Katastrophe von Dortmund ist eines der Gesichter der Krise.
Wie das?
Die Krise sei doch längst vorbei. Klug sind wir da herausgekommen, wird uns versichert. Spekulantenboni, Währungsschlingerkurse, Abwrackprämien - das Wetterleuchten einer Systemkrise scheint doch Schnee von gestern zu sein.
Scheint.
Der Krise liegen die dramatisch wachsenden Schwierigkeiten der Kapitalmassen zu Grunde, Maximalprofite zu erzielen, um weiter zu wachsen. Das ist ihr Wesenskern. Kapital „rentiert sich“ oder es zerstört sich.
Das weiß JEDER Unternehmer, nicht nur der Love-Parade-Kapitalist Rainer Schaller: Ohne 100% Risiko kein Erfolg.
Und es weiß auch jeder Kommunalpolitiker: Meine Stadt muss die attraktivste sein, muss sich besser verkaufen als jede andere. Denn Städte sind nicht mehr die Lebensräume ihrer Bürger, eines Bürgergemeinwesens (wenn sie es denn je waren), sondern sind Exerzierfelder zur Begeisterung des Kapitals, dieses „scheuen Rehs“.
JEDER Kommunalpolitiker weiß das, und sein ganzes Bestreben geht dahin, nicht nur Getriebener dieses ruinösen Wettlaufs zu sein, sondern selbst „die Sau zu reiten“.
Mancherlei steht dem ultimativen Kapital-Event entgegen – die Interessen vieler Bürger, gute alte Gewohnheiten, vernünftige Rechtsvorschriften, schlichte Realitäten, auch das Gewissen mancher Verantwortlicher.
Dagegen wird ein System gesetzt von Druck und Abhängigkeiten, von Hinterzimmerpolitik und Medienattacken, von Vorteilsgewährung und Vorteilsnahme, von Trick und Betrug.
Da spielten die Verbindungen zwischen CDU-Parteibüro, dem Bundestagsabgeordneten Mahlberg und dem Landesminister Dr. Wolf, als es galt einen widerborstigen Polizeichef in die Wüste zu schicken oder wenigstens mundtot zu machen.
Nur selten tritt ein Zipfel des Netzwerks der Macht so glasklar ins öffentliche Licht.
Da kungeln die Stadtfürsten mit den lokalen Mediengewaltigen. Die Veranstalter sind ihre eigenen Konrolleure, niedere Beamte erlassen weitreichende Ausnahmegenehmigungen, Landespolitiker halten schützende Schirme und der oberste Bestimmer hat von nichts gewusst.
Von Köln bis Duisburg sind es nur 80 km, und in D. ist der Tunnel wenigstens nicht eingestürzt. Die Schuldigen werden dort wie hier nicht gefunden. Man nennt es verharmlosend „Filz“, doch der Übergang zur Mafia ist fließend. Tote reden nicht mehr.
Die Menschen sind machtlos, verzweifelt. Ratlos sind und bleiben sie, während die christliche Beileidsmaschinerie läuft und läuft. Sanft blenden die Kerzen, erschweren den nüchternen Blick in die Finsternis.
Das Erlebte ist nicht zu verstehen aber auch nicht zu vergessen. Zu unnützen Ratschlägen kommt schlecht verdeckter Hohn. So entsteht Erbitterung, bei Manchen blinde Wut.
Die Stunde des laut schreienden Protestes bricht an. Wortführer springen auf die Podien. Ihre Texte sind ausgefeilt, ihr Vortrag perfekt. Es geht längst nicht mehr um Duisburg.
Es geht um die Wut und das Blut und Genugtuung für DAS EINE VOLK.
kranich05 - 2010/07/29 22:05



